WAZ-Chefredakteur Tyrock macht Zeitung nach Online-Vorbild

27.03.2019
 

Die "WAZ" verliert Print-Auflage und Personal - und versucht mit Paid Content und einer User-First-Strategie im Lokalen gegenzusteuern. "Wir gewinnen in NRW täglich rund 50 neue Digital-Abos. Das stimmt uns zuversichtlich für die Zukunft", sagt Chefredakteur Andreas Tyrock im aktuellen "medium magazin".

Immer mehr Inhalte der WAZ wandern online hinter die Bezahlschranke. Zugleich strukturiert die Zeitung aus der Funke Mediengruppe ihre lokale Berichterstattung um, wie das aktuelle "medium magazin" berichtet.

Künftig arbeiten Reporter und Editoren der WAZ getrennt. Die Reporter werden in diesem Modell nur schreiben - mit klarem Fokus auf die Online-Kanäle. "Reporter sind Online-Redakteure. Sie schreiben nicht mehr in Förmchen auf Zeitungsseiten", heißt es im Leitfaden des User-First-Projektes. Erste Erfahrungen zeigen, dass die Reporter befreit von Produktion und Redigierarbeit mehr und längere Geschichten liefern.

Zurzeit arbeiten die Lokalredaktionen Essen und Velbert nach dem User-First-Prinzip, nach dem 31. März sollen die anderen folgen. Das Projekt schließt auch mit ein, dass die Redaktionen sich auf Themen konzentrieren, die online auf Interesse stoßen.

"WAZ"-Vizechef Alexander Marinos sagt im aktuellen "medium magazin" dazu: "Was online funktioniert, funktioniert nicht immer, aber höchstwahrscheinlich auch in Print. Die Zeitung wird jedenfalls nicht schlechter dadurch, dass wir uns nach Online-Themen orientieren. Im Gegenteil."

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Sie möchten weiterlesen? Der komplette Bericht von Senta Krasser über die WAZ in Essen ist in "medium magazin"-Ausgabe 1/2019 erschienen (Seiten 56-61). Sie können das aktuelle "medium magazin" in unserem neu gestalteten Online-Shop erwerben. Dort können Sie sich auch über die weiteren Themen im Heft informieren und ein Abo abschließen.

Das "medium magazin" erscheint wie kress.de im Medienfachverlag Oberauer. Chefredakteurin ist Annette Milz.

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