Warum René Benko Medienunternehmer werden will

09.04.2019
 

Der österreichische Immobilienunternehmer und Karstadt-Eigner René Benko will kräftiger im österreichischen Medienmarkt mitmischen. Er wolle den Anteil der deutschen Funke-Gruppe an der österreichischen "Kronen-Zeitung" übernehmen, sagte Benko in einem Interview.

René Benko sagte in einem Interview mit der österreichischen "Presse am Sonntag", er sehe in der Medienbranche großes Entwicklungspotenzial durch die Digitalisierung. "Das finde ich unternehmerisch reizvoll."

Benko war mit seiner Firma Signa im vergangenen Jahr mit 49 Prozent bei der WAZ Ausland Holding eingestiegen (kress.de berichtete). Darin hält die Funke-Gruppe ihre Beteiligungen in Österreich, unter anderem die Hälfte der "Kronen-Zeitung". "Das Angebot besagt: Signa übernimmt die restlichen Anteile von Funke, die 'Krone' liegt damit wieder in österreichischer Hand", betont Benko jetzt im Interview mit der "Presse am Sonntag".

"Falls Signa den restlichen Hälfteanteil erwerben sollte, würde ich gern eine aktivere Gesellschafterrolle wahrnehmen", so Benko weiter. Eine "unfreundliche Übernahme" der anderen Hälfte, die die Familie Dichand hält, strebe er nicht an. Christoph Dichand ist Herausgeber und Chefredakteur.

Exklusive Storys und aktuelle Personalien aus der Medien- und Kommunikationsbranche gibt es von Montag bis Freitag in unserem Newsletter "kressexpress". Kostenlos abonnieren.

Ihre Kommentare
Kopf
Inhalt konnte nicht geladen werden.