Dirk Kemmerer wird CEO der Bertelsmann Printing Group - Druckerei in Nürnberg schließt

 

Bertelsmann schließt den Prinovis-Standort in Nürnberg im Frühjahr 2021. Auch an der Spitze der Bertelsmann Printing Group gibt es eine Veränderung. Dirk Kemmerer folgt Axel Hentrei als CEO.

Bertelsmann stellt sein weltweites Druckgeschäft organisatorisch und personell neu auf. Der Konzern will dadurch die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Druckunternehmen der Bertelsmann Printing Group (BPG) intensivieren. Dazu werden unter anderem die Organisationsstrukturen vereinheitlicht und weitere Funktionen, beispielsweise IT oder Controlling, gebündelt, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. 

Thomas Rabe, Vorstandsvorsitzender von Bertelsmann, sagt: "Die Neuausrichtung unserer Druckaktivitäten ist die Antwort auf die weitreichenden Veränderungen in der Druckbranche. Die Bertelsmann Printing Group ist in Europa gut aufgestellt." 

Megatrends wie die Digitalisierung und die Individualisierung, aber auch die zunehmende Konvergenz von Tief- und Offsetdruck würden die Druckbranche jedoch vor große Herausforderungen stellen. Im vergangenen Jahr hätten zudem Papierpreissteigerungen zu Zurückhaltung bei vielen Kunden geführt. 

Die Neuausrichtung der Drucksparte geht einher mit einem Wechsel an der Spitze der Bertelsmann Printing Group: Axel Hentrei, CEO der Druckereigruppe, hat sich entschieden, nach fast 30 Jahren Betriebszugehörigkeit seine Ämter niederzulegen und in den Ruhestand zu gehen. Seine Aufgabe übernimmt mit sofortiger Wirkung Dirk Kemmerer, der seit Februar 2017 Mitglied im BPG-Board ist und dort als CEO die Geschäfte von Mohn Media und Digital Marketing verantwortet. 

Zukünftig besteht das BPG-Board aus drei Mitgliedern. Neben Dirk Kemmerer als CEO sind dies Ulrich Cordes und Niklas Darijtschuk. Cordes bleibt CFO der Gruppe, Darijtschuk übernimmt zusätzlich zu seinen bisherigen Aufgaben im Bereich Print International die neu geschaffene Rolle des Chief Operating Officers (COO).

Das Management hat zudem die Entscheidung getroffen, den Standort in Nürnberg zum 30. April 2021 zu schließen. Ziel dieser Maßnahme ist es, die Überkapazitäten im Tiefdruck zu reduzieren, um damit dem Preisverfall und den für die kommenden Jahre prognostizierten Verlusten im Geschäftsfeld Tiefdruck entgegenzuwirken. Von den Schließungsplänen sind etwa 670 Arbeitnehmer der Druckerei und der Klebebindung in Nürnberg betroffen, zudem etwa 250 Mitarbeiter, die über Leih- und Zeit- beziehungsweise Werkverträge beschäftigt sind.

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