Exklusiv: Wer bei der FAZ künftig das Sagen hat

 

Bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung soll Ex-Pharma-Manager Andreas Barner den Vorsitz des Aufsichtsrates übernehmen. Das berichtet "kress pro" in seiner aktuellen Ausgabe. Was interessant an der Personalie ist.

Andreas Barner (66) war zwischen 2009 bis 2016 Vorsitzender der Unternehmensleitung des Pharmaunternehmens Boehringer Ingelheim. Er sitzt seit 2016 im Aufsichtsrat der FAZ GmbH und ist seit vergangenem Jahr stellvertretender Vorsitzender des Gremiums. Der aktuelle Aufsichtsratschef Karl Dietrich Seikel (72), soll künftig den Vorsitz des Kuratoriums der Fazit-Stiftung übernehmen, der Mehrheitseigentümerin der FAZ, schreibt "kress pro" unter Berufung auf Unternehmenskreise. Demnach muss das Kuratorium der Fazit-Stiftung die Planungen im Juni noch formell beschliessen.

Interessant an der Personalie: Bisher war Barner Chef des Kuratoriums der Fazit-Stiftung und Seikel sein Stellvertreter. Im Aufsichtsrat war es umgekehrt. Insofern tauschen die beiden wichtigsten Köpfe der FAZ jetzt ihre Positionen. 

Darüber hinaus sucht die FAZ derzeit zwei neue Aufsichtsräte. Der Unternehmer Ludwig Georg Braun (Vorsitzender des Aufsichtsrats der B. Braun Melsungen AG) scheidet aus, weil er die Altersgrenze von 75 Jahren erreicht hat. Aus dem gleichen Grund hat der Jurist Michael Hoffmann-Becking (76) bereits im vergangenen Jahr das Gremium verlassen.

Neben Barner und dem langjährigen Spiegel-Geschäftsführer Seikel sitzen derzeit die Verlegerin Katarzyna Mol-Wolf (u.a. "Emotion") und seit Dezember 2018 Karl Hans Arnold, Herausgeber der "Rheinischen Post" (und ehemaliger Vorsitzender der Geschäftsführung der Rheinisch-Bergischen Verlagsgesellschaft) im Aufsichtsrat.

Mitte März hatte die "FAZ" für Schlagzeilen gesorgt, weil Herausgeber Holger Steltzner das Blatt verlassen musste.

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