Sinn im Job: Nur die Brötchen verdienen, war gestern

11.04.2019
 

Christian Wegner, Chef der "SZ"-Mutter SWMH, würde das unterschreiben, was eine aktuelle Studie von Xing herausgefunden hat. Xing-Nutzer legen großen Wert darauf, dass der Job sinnstiftend ist und Erfüllung bringt. Ebenfalls interessant: Was Fach- und Führungskräfte in der Medienbranche verdienen.

Christian Wegner hatte jüngst in einem Interview auf die Frage, was ihn gereizt hätte, CEO der SWMH zu werden, geantwortet: "Vor allem, dass ich zum ersten Mal für ein Produkt arbeite, das eine höhere Bedeutung hat. Zurzeit suchen alle großen Konzerne nach ihrem Purpose, nach ihrem Sinn. Und die Zeitungsbranche ist eine von wenigen Branchen, die in ihrem Kern eine Sinnhaftigkeit hat."

Jeder zweite Arbeitnehmer in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist bereit, für mehr Sinn im Job ein geringeres Gehalt zu akzeptieren. Jeder Zehnte würde dafür sogar den Job wechseln. Das ist das Ergebnis der XING-Gehaltsstudie 2019, einer Umfrage unter den 22.000 Xing-Mitgliedern im deutschsprachigen Raum.

Das Bruttodurchschnittsgehalt von Fach- und Führungskräften liegt der Xing-Studie zufolge bei 70.754 Euro. Platz eins der Liste der Spitzenverdiener belegen Arbeitnehmer der Immobilienbranche mit einem durchschnittlichen Bruttogehalt von 88.040 Euro, gefolgt von der Pharma- und Medizintechnik-Branche (83.267 Euro) und der Versicherungsbranche (79.816 Euro). Die Medien- und Verlagsbranche kommt auf rund 65.000 Euro und befindet sich im unteren Drittel der Tabelle.

Zudem gab knapp die Hälfte der befragten Mitglieder in Österreich an, dass sie die Möglichkeit hat, im Home-Office zu arbeiten. In Deutschland kann mehr als die Hälfte (56%) von zu Hause arbeiten - in der Schweiz sind es sogar knapp zwei Drittel der Befragten (62%). Das kommt gut an: Sofern Arbeitgeber die Möglichkeit bieten, nutzen in Deutschland und der Schweiz fast neun von zehn Xing-Mitgliedern das Home-Office. Die Österreicher geben sich noch verhalten - hier nutzt nur etwa jeder Zweite die Möglichkeit, von zu Hause zu arbeiten. Aber das Bedürfnis ist da: Von denen, die noch nicht Gelegenheit zur Heimarbeit haben, wünscht es sich insgesamt mehr als zwei Drittel.

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