Döpfner: Wir konvertieren immer mehr Abonnenten aus Artikeln

17.04.2019
 

Springer-Chef Mathias Döpfner hat bei der Hauptversammlung noch einmal unterstrichen, was seine Digitalmanager Tobias Henning und Stefan Betzold bereits im "kress pro"-Interview gesagt haben. Das digitale Geschäft von "Bild" und "Welt" entwickelt sich erfolgreich. 

"Das Unternehmen ist auf seinem Weg, immer digitaler zu werden, einen weiteren Schritt vorangekommen", sagte Mathias Döpfner laut einem dpa-Bericht auf der Hauptversammlung in Berlin. Axel Springer konnte zuletzt immer mehr Geld mit digitalen Portalen für Job-, Immobilien- und Autoanzeigen verdienen, zum Beispiel mit der Stellenbörse Stepstone. Die Entwicklung im Digitalgeschäft von "Bild" und "Welt" macht Döpfner ebenfalls froh: "Wir konvertieren immer mehr Abonnenten aus einzelnen Artikeln."

"kress pro"-Chefredakteur Markus Wiegand hat für die Titelgeschichte in Heft 1/2019 die Springer-Digitalmanager Tobias Henning und Stefan Betzold interviewt. Sie sind europaweit die erfolgreichsten Verkäufer von Digitalabos. 

Künftig will sich Axel Springer noch stärker auf die Hauptsegmente digitaler Journalismus und digitale Rubriken fokussieren. Das heiße auch, dass das dritte Segment Marketing Media mittel- bis längerfristig "nicht mehr zum Unternehmen" gehören werde, betonte Döpfner.

Der Vorstandsvorsitzende sagte in seiner Rede vor den Aktionären: "2018 war wieder ein gutes Jahr für Axel Springer, in dem wir alle unsere strategischen Ziele erreicht haben. Mit einer erneut gestiegenen Dividende profitieren auch in diesem Jahr unsere Aktionäre wieder vom Erfolg des Unternehmens."

2019 werde man verstärkt in Wachstum investieren, vor allem bei StepStone, Immobilienkleinanzeigen und Business Insider, und in Technologie, die man für eine dynamische und auch langfristige Ertragssteigerung benötige.

Döpfner kündigte in Berlin auch ein neues Corporate Design an. Der Leitspruch: "We empower free decisions". "Wir möchten unseren rasanten Wandel hin zu einem durch und durch digitalen Medien- und Technologieunternehmen auch im optischen Auftritt zum Ausdruck bringen. Es geht uns aber nicht allein um einen neuen Look durch ein moderneres Corporate Design, sondern vor allem auch um unsere Haltung, die wir unverändert als Unternehmensauftrag verstehen. Axel Springer hat sich immer für die Verteidigung von Freiheit stark gemacht, uns zu diesem zentralen Unternehmenswert zu bekennen und diesen zu verteidigen, ist heute wichtiger denn je", so Döpfner.

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