Warum Chefredakteur Michael Bröcker die Rheinische Post verlässt

30.04.2019
 

Er ist seit 2014 Chefredakteur der "Rheinischen Post", bei der er sein journalistisches Berufsleben verbracht hat. Nun hat Michael Bröcker ein externes Angebot bekommen, das er aus seiner Sicht nicht ablehnen konnte.

"Ich habe mich entschlossen, nach 15 Jahren die Rheinische Post zu verlassen und ein Angebot anzunehmen, das ich aus meiner Sicht nicht ablehnen kann. Mich zieht es wieder in die Hauptstadt. Politik, klar! Journalismus, natürlich! Ich freue mich jedenfalls sehr auf starke Partner, ein neues Team, ein bisschen unternehmerische Perspektive und digitalen Journalismus", schreibt Michael Bröcker auf seiner Facebook-Seite.

 

Im Intranet der "Rheinischen Post" wird Bröcker so zitiert: "Ich habe nach reiflicher Überlegung zugesagt, an verantwortlicher Stelle mit starken Partnern ein neues digitales Angebot im Journalismus aufzubauen. Eine Perspektive, die mich sehr reizt." Seine berufliche Familie werde immer die Rheinische Post bleiben, der er vieles zu verdanken habe. Bröcker dankt in der internen Mitteilung, die kress.de vorliegt, u.a. auch Johannes Werle, Vorsitzender der Geschäftsführung der Rheinische Post Mediengruppe: "Ich möchte mich bei Herrn Werle für die sehr gute, professionelle und vertrauensvolle Zusammenarbeit bedanken und die Wertschätzung, die ich von ihm erfahren durfte. Meine Entscheidung ist eine Entscheidung für einen neuen Job, und nicht gegen die RP", betont Bröcker.

Vor 15 Jahren, am 1. April 2004, startete Michael Bröcker seine journalistische Karriere bei der "Rheinischen Post" mit einem Volontariat. Sein Weg führte ihn über die Lokalredaktion in Mönchengladbach weiter in die Parlamentsredaktion nach Berlin und zurück in die Zentrale nach Düsseldorf-Heerdt, wo Bröcker die letzten fünf Jahre als Chefredakteur in besonderer Funktion für die Zeitung und die digitalen Inhalte der "Rheinischen Post" verantwortlich war.

Der gebürtige Münsteraner wurde früh im Rheinland sozialisiert und schrieb seinen ersten (öffentlichen) Text während eines Schul-Praktikums beim "Rheinischen Merkur" in Bonn. Nach dem Abitur studierte er Volkswirtschaftslehre und Politikwissenschaften an der Universität Köln, unterbrochen von einer sechsmonatigen Hospitanz beim "Stadtmagazin" in Los Angeles, USA.

"Schon jetzt beglückwünsche ich Herrn Bröcker zu seiner neuen Aufgabe, freue mich aber auch auf die Zusammenarbeit in den nächsten Monaten bis zu seinem Ausscheiden. Die Nachfolgesuche findet in enger Abstimmung mit den Herausgebern statt. An der strategischen Ausrichtung der Rheinischen Post und der Unabhängigkeit der Redaktion wird sich nichts ändern", erklärt Michael Bröckers Noch-Chef Johannes Werle.

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