Was die Verleger zu Googles neuer Job-Suche sagen

23.05.2019
 

Google bietet nun auch in Deutschland die gezielte Suche nach Stellenausschreibungen an. Die Verlegerverbände befürchten eine Verzerrung im Markt der Stellenanzeigen, obwohl auch Verlage mit Google bei der neuen Job-Suche im Boot sitzen.

Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) und der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) sehen bei dem angekündigten Dienst  "Google for Jobs" ein Risiko: Die Europäische-Kommission habe bereits mehrfach festgestellt, dass Google in verschiedenen Bereichen seine Marktmacht missbraucht, eigene Dienste bevorzugt und damit dem Wettbewerb sowie Verbrauchern geschadet habe. "Wir vertrauen daher darauf, dass die Wettbewerbsbehörden das neue Angebot von Google genau beobachten und, falls nötig, eingreifen werden", so BdZV und VDZ.

Die beiden Verlegerverbände mahnen in diesem Zusammenhang auch eine Überprüfung der Gesetzeslage an. Die Vergangenheit habe gezeigt, dass Maßnahmen der Kartellbehörden gegen Google oft zu spät und zu wenig effektiv erfolgt sind. Daher warnen die Verbände vor einer "Verzerrung des vielfältigen und vitalen Markts der Jobsuche-Angebote in Deutschland".

Präsident des BDZV ist Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender Axel Springer. Den VDZ führt Rudolf Thiemann als Präsident an. Er ist geschäftsführender Gesellschafter der Liborius-Verlagsgruppe.

Hintergrund: Eine gezielte Jobsuche bietet Google bereits seit 2017 in den USA an. Inzwischen ist sie nach eigenen Angaben in 120 Ländern verfügbar, darunter Kanada, Großbritannien und Spanien. Zum Start der neuen Funktion seien Job-Anzeigen hunderter Partner, darunter Verlagshäuser wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung und die Südwestdeutsche Medienholding sowie Jobbörsen wie Xing, LinkedIn und Monster verfügbar, kündigte Google an.

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