Warum der Tagesspiegel jetzt eine Ombudsfrau einsetzt

23.05.2019
 

Beim Tagesspiegel hat es in den den vergangenen Tagen "Fälle von unangemessenem Verhalten und sexueller Belästigung" gegeben. Dies haben Chefredaktion und Geschäftsführung bekannt gegeben. Wie sie reagieren.

"Wir nehmen diese Vorwürfe sehr ernst", so die Verantwortlichen des Berliner "Tagesspiegel". So hat es bereits "Einzel- und Gruppengespräche in Redaktion und Verlag" gegeben.

Der Mitarbeiter, gegen den die "konkreten Vorwürfe" erhoben wurden, sei nach einem Gespräch mit der Chefredaktion "bis zur abschließenden Klärung" mit sofortiger Wirkung freigestellt worden.

Als Sofortmaßnahme und "um allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mehr Sicherheit und Unterstützung im Fall von unangemessenem Verhalten und sexueller Belästigung zu geben, will der "Tagesspiegel" eine "unabhängige Vertrauensstruktur im Haus" schaffen. Sie soll es Betroffenen so einfach wie möglich machen, Unterstützung bei möglichen Vorfällen zu erhalten.

Zusätzlich benennt die Zeitung eine Ombudsfrau, die mit der Aufarbeitung der Geschehnisse betraut wird und als zusätzliche Ansprechperson allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auch in Zukunft zu Verfügung steht.

"Chefredaktion und Geschäftsführung werden jeglicher Form von unangemessenen Verhalten und sexueller Belästigung entgegenwirken und alle erforderlichen Maßnahmen zum Schutz Betroffener sowie zur Aufarbeitung und Prävention sicherstellen", heißt es beim "Tagesspiegel".

Chefredakteure sind Lorenz Maroldt und Mathias Müller von Blumencron. Die Geschäftsführung bilden Farhad Khalil und Ulrike Teschke.

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