Warum Burda seinen Streamingdienst TV Spielfilm live einstellt

28.05.2019
 

Die Hubert-Burda-Media-Marke "TV Spielfilm" beendet den 2015 gestarteten Streamingdienst "TV Spielfilm Live". Wie Managing Director Matthias Kohtes den digitalen Programmguide umpositioniert und auf welchen Partner er dabei setzt.

"Vor vier Jahren haben wir TV Spielfilm live gestartet und zu einem der führenden TV-Streaming-Angebote in Deutschland ausgebaut. Der TV-Streaming-Markt wurde in den letzten Jahren stetig kompetitiver. Um am Markt zu bestehen, wird Größe ein zunehmend wichtiges Erfolgskriterium. Deshalb wird TV Spielfilm die bereits bestehende technologische Partnerschaft mit Zattoo, dem europäischen Marktführer für TV-Streaming, weiter ausbauen. Wir bedanken uns für die Treue unserer Nutzer und freuen uns, ihnen durch die Partnerschaft mit Zattoo weiterhin das beste Fernseherlebnis bieten zu können", erklärt Matthias Kohtes, Managing Director TV Spielfilm live.

Seit dem Start von TV Spielfilm live 2015 stellt Zattoo der Plattform seine TV-Streaming-Technologie zur Verfügung. Die bestehende Partnerschaft wird dahingehend ausgebaut, dass Zattoo ab sofort die bisherigen Nutzer von TV Spielfilm live übernimmt. Sie werden direkt aus dem TV Programm-Angebot von TV Spielfilm auf die TV-Streamingplattform von Zattoo weitergeleitet.

 "TV-Streaming ist eine attraktive Alternative zu traditionellen TV-Empfangswegen. Mit der Migration der bestehenden TV Spielfilm live-Abonnenten und der sich anschließenden mehrjährigen Marketingpartnerschaft setzen wir unsere erfolgreiche Wachstumsstrategie im Premium-Segment konsequent fort", sagt Niklas Brambring, CEO von Zattoo International.

Hubert Burda Media will "TV Spielfilm" - "mit monatlich über 8 Millionen Nutzern" - künftig als "der zentrale Programm-Guide für klassisches Fernsehen, nonlineares Fernsehen und Video-on-Demand-Inhalte" positionieren. Die digitalen Programmempfehlungen sollen auf allen Kanälen ausgebaut werden. Burda nennt Amazon Alexa und Google Home als Beispiele.

Hintergrund: Im Juni startet ProSiebenSat.1 seinen Streamingdienst Joyn in Deutschland. Die Mediengruppe RTL ist mit "TV Now" bereits am Markt. Weitere Wettbeweber sind u.a. Netflix, Amazon Prime Video, Maxdome, Sky Ticket, iTunes.

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