Warum Hendrik Groth Mesale Tolu jetzt zur "Schwäbischen Zeitung" holt

17.06.2019
 

Durch ihre journalistische Arbeit in der Türkei war die Ulmerin Mesale Tolu 2017 ins Visier der dortigen Strafverfolgungsbehörden geraten, inhaftiert und wegen "Terrorpropaganda" angeklagt worden. Warum Hendrik Groth, Chefredakteur der "Schwäbischen Zeitung", Tolu jetzt zur Volontärin macht.

"Seit ihrer glücklichen Rückkehr nach Deutschland gab es regelmäßig Kontakte zwischen Frau Tolu und uns", sagt Hendrik Groth, Chefredakteur der "Schwäbischen Zeitung". Dabei habe der Wunsch Tolus nach einer fundierten medienübergreifenden Ausbildung im Bereich des Regional- und Lokaljournalismus auf das Interesse des Medienhauses an engagierten und talentierten jungen Journalisten getroffen. "Wir stellen eine Volontärin ein, die bereits Erfahrung mitbringt, aus unserer Region stammt und durch ihren familiären Hintergrund interessante Perspektiven in den redaktionellen Alltag einbringt", betont Groth. "Das ist uns wichtig, nicht ihre Geschichte. Frau Tolu wird in unseren Redaktionen eine ganz normale Volontärin sein."

Genau das will auch Meşale Tolu: "Ich freue mich darauf, in den Redaktionen von Schwäbisch Media eine für mich neue und sehr vielseitige Spielart des Journalismus kennenzulernen", sagt Tolu, die vor knapp einem Jahr nach Deutschland zurückkehren durfte. "Ich bin sehr gern daheim. Es ist toll, dass ich jetzt die Möglichkeit habe, hier zu leben und zu arbeiten."

Hintergrund: Die 34-jährige Mesale Tolu absolviert ab dem 17. Juni zwei Jahre lang ein crossmediales Volontariat in den Redaktionen der "Schwäbischen Zeitung", bei "Schwäbische.de" und bei "Regio TV Schwaben".

Exklusive Storys und aktuelle Personalien aus der Medien- und Kommunikationsbranche gibt es von Montag bis Freitag in unserem Newsletter "kressexpress". Kostenlos abonnieren.

Ihre Kommentare
Kopf
Inhalt konnte nicht geladen werden.