Bornheim, Fuhst, Leopold: Sie führen Tagesschau und Tagesthemen in die Zukunft

26.06.2019
 

Weil Kai Gniffke als Intendant zum SWR wechselt, wird die Chefredaktion von ARD-aktuell in Hamburg neu aufgestellt.

Marcus Bornheim (45) soll ab dem 1. Oktober 2019 die Redaktion ARD-aktuell in Hamburg leiten. Die Intendantinnen und Intendanten der ARD haben ihn bei ihrer Sitzung in Berlin zum Ersten Chefredakteur berufen. Marcus Bornheim, der vom BR kommt, ist zurzeit Zweiter Chefredakteur ARD-aktuell und damit Stellvertreter des Ersten Chefredakteurs Kai Gniffke, der als Intendant zum SWR wechselt.

Die Funktion des Zweiten Chefredakteurs von ARD-aktuell soll zum 1. Oktober 2019 Helge Fuhst (35) übernehmen. Er kommt vom WDR und ist derzeit ARD-Programmgeschäftsführer beim Ereignis- und Dokumentationskanal Phoenix von ARD und ZDF.

In die Chefredaktion von ARD-aktuell rückt zum 1. Oktober 2019 auch Juliane Leopold (36) als Chefredakteurin Digitales auf, die wie bisher die Leitung des Online-Angebots tagesschau.de innehaben wird.

Dem Personalentscheidungen der Intendantinnen und Intendanten der ARD muss noch der Verwaltungsrat des Norddeutschen Rundfunks zustimmen, bei dem die ARD-Gemeinschaftseinrichtung ARD-aktuell angesiedelt ist.

Die Strategie von NDR Intendant Lutz Marmor: "Die Tagesschau ist mit im Schnitt 10 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern täglich die Informationsquelle Nummer 1. Sie steht für höchste Nachrichtenkompetenz und Glaubwürdigkeit. Diesem Anspruch werden die Tagesschau und auch die Tagesthemen mit dem neuen Führungstrio treu bleiben und sich auch mit den vielfältigen Online-Angeboten wie tagesschau.de zukunftsfähig aufstellen. Das Team der Chefredaktion verfügt dafür über die richtige Mischung aus Management- und journalistischer Erfahrung und kann die notwendigen Impulse für den digitalen Wandel setzen."

Zu den Personen: Marcus Bornheim wurde in Bad Honnef geboren. Er besuchte die Journalistenschule Berlin und studierte in Bonn Politische Wissenschaften, Wirtschaftsgeschichte und Soziologie. Nach freier Mitarbeit beim WDR und BR war er ab 2004 Fernsehkorrespondent im ARD-Hauptstadtstudio Berlin. 2011 wurde er Redaktionsleiter Wirtschaft im Bayerischen Rundfunk. Er moderierte das ARD-Wirtschaftsmagazin "plusminus". Seit April 2017 ist Marcus Bornheim Zweiter Chefredakteur von ARD-aktuell.

Helge Fuhst wurde in Hannover geboren. An der Leibniz Universität Hannover studierte er Politikwissenschaft und Geschichte. Sein Volontariat absolvierte Fuhst beim NDR. 2012 wurde er Moderationsredakteur bei den ARD-Tagesthemen in Hamburg. 2013 wechselte er zum WDR als persönlicher Referent des Intendanten und später zusätzlich stellvertretender Leiter der Intendanz. 2014 wurde er an der TU Chemnitz promoviert. Seit Januar 2018 ist er ARD-Programmgeschäftsführer von Phoenix und dort auch als Moderator tätig.

Juliane Leopold stammt aus Halle an der Saale. Sie schloss 2011 ihr Studium der Publizistik und Kommunikationswissenschaften sowie der Filmwissenschaft an der FU Berlin ab. Sie war seit 2012 Redakteurin bei Zeit Online/Die Zeit. Danach wurde sie Chefredakteurin von BuzzFeed Deutschland in Berlin. Seit 2016 arbeitete sie freiberuflich als Beraterin für Digitale Strategien. Sie konzipierte Social-Media-Strategien, z. B. für ARD-aktuell, die Deutsche Welle und den SWR, und begleitete deren Praxiseinführung. Seit Juli 2018 ist Juliane Leopold Redaktionsleiterin von tagesschau.de.

Hintergrund: ARD-aktuell ist eine Gemeinschaftseinrichtung aller neun Landesrundfunkanstalten mit Sitz beim Norddeutschen Rundfunk in Hamburg. Die zentrale Fernseh- und Online-Nachrichtenredaktion produziert die Tagesschau, die Tagesthemen und das Nachtmagazin für das Erste Deutsche Fernsehen. Die Redaktion ist auch für tagesschau.de, die Tagesschau-App und den Informationskanal tagesschau24 verantwortlich.

Um die Nachrichtenproduktion auch den Bedürfnissen von Nutzern anzupassen, die sich vermehrt über neue digitale Plattformen informieren, entsteht für ARD-aktuell beim NDR in Hamburg-Lokstedt ein neues crossmediales Nachrichtenhaus. Es soll Ende 2019 fertiggestellt und in Betrieb genommen werden.

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