Paul Mudter über Weiterbildung: Jeder muss durch das Tal der Tränen gehen

28.06.2019
 

Nebenberuflich studieren, mit dem ganzen Team ins Change-Seminar, Kurzlektionen nach dem Kantinen-Lunch: Weiterbildung funktioniert ganz unterschiedlich. Medien-Führungskräfte und ihre Erfahrungen. Heute: Paul Mudter.

Paul Mudter, Geschäftsleiter IP Deutschland/Mediengruppe RTL, über seine Erfahrungen mit Weiterbildung:

"Die Medienwelt verändert sich in einer Geschwindigkeit, die es notwendig macht, sich immer wieder aus dem Tagesgeschäft zu lösen, um den Fokus zu schärfen. Aus meiner Sicht ist die Mischung aus Branchenveranstaltungen wie der Dmexco und individueller Weiterbildung die zielführendste. Für letztere setze ich sowohl für mich selbst als auch für meine Mitarbeiter auf einen Mix aus den Inhouse-Angeboten der Mediengruppe und von Bertelsmann sowie externen Anbietern. Da läuft viel über Empfehlungen von Kollegen, aber auch von unserer Ansprechpartnerin in der Personalabteilung - sie versteht unsere Bedürfnisse und empfiehlt gezielt Maßnahmen und Coaches.

Ein Beispiel: Bei der Umstellung des IP-Verkaufs auf die Fourscreen-Logik haben alle Kollegen, auch die an den Schnittstellen, ganz zu Anfang des Prozesses Change-Seminare gemacht. Uns war klar, dass wir ein gemeinsames Verständnis sowohl von den Inhalten als auch von dem haben müssen, was in den Menschen vorgeht, wenn sie einen so radikalen Schritt mit uns gehen. Ich bin sicher, dass wir nur so die Motivation der Mannschaft hochhalten konnten, auch wenn die erste Zeit sehr intensiv war.

Hängengeblieben ist, dass jeder im Change durch das Tal der Tränen geht, der eine braucht dafür fünf Minuten, der andere fünf Monate, aber irgendwann ist es durchschritten. Und da haben wir mit der klassischen Fortbildung auf Einzelbasis angesetzt. Offenbar erfolgreich, denn die Kollegen waren und sind hochmotiviert bei der Sache."

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