Warum Facebooks Europachef Martin Ott die Branche wechselt

 

Prominenter Abschied bei Facebook: Martin Ott, bislang Managing Director Central Europe, hat den Daumen gesenkt und heuert außerhalb der Medienbranche an. Ihn zieht es überraschend zum Büroflächen-Unternehmen We Company.

Bei dem US-Haus, das in Deutschland unter dem Markennamen WeWork auftritt, soll er Managing Director EMEA werden. Für Ott ist das ein beachtlicher Schritt, lässt er doch einen Job hinter sich, den andere vermutlich nicht einfach aufgegeben hätten. Noch bis September leitet Ott als Vice President und Managing Director für Zentraleuropa die Geschäftsentwicklung des Social-Media-Riesens in 34 europäischen Länern, darunter auch die DACH-Region.

Nun zieht es den Mann, der als Experte für den digitalen und mobilen Wandel gilt, zum Büro-Sharing. Seine Schritt begründet er so: "Ich habe in den letzten Jahren gespannt verfolgt, wie die We Company die Art und Weise verändert hat, wie wir arbeiten – in unserer Region und auf der ganzen Welt. Das Unternehmen revolutioniert, wie wir durch physische und digitale Räume Menschen zusammenbringen und eine Community aufbauen", so Martin Ott, der sich nun freut, "einem so talentierten Team beizutreten".

Vor seinem Einstieg bei Facebook im Jahr 2012 hatte Martin Ott als Co-Chief Executive Officer die Skrill Group in London zu einem der führenden Anbieter von Online-Bezahlsystemen in Europa mit aufgebaut. Zwischen 2003 und 2007 war er COO von Jamba/Jamster, wo Ott bis zur Übernahme durch die News Corporation die Bereiche Marketing, Service und Content leitete sowie den Geschäftsaufbau in Nordamerika, Europa, Afrika und Asien verantwortete.

Hintergrund: WeWork ist ein US-amerikanisches Unternehmen, das Büroflächen und Shared Workspaces für Selbständige und Unternehmen anbietet. In Deutschland betreibt das Unternehmen Standorte in Berlin, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln und München.

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