Welche Publisher attraktiv für Bewerber sind

19.07.2019
 

kress pro hat innerhalb seines Employer Branding-Spezials Nils Richter interviewt. Dabei sagt der Senior Executive Director beim Personalvermittler Michael Page auch, wie Medien im Wettbewerb um Talente punkten können.

kress pro: Haben Medienunternehmen an Attraktivität für Bewerber eingebüßt?

Nils Richter: In der Tendenz, ja. Es hat sich ein Klischee verfestigt: Sie sind eher altmodisch, zahlen weniger Gehalt und haben längere Arbeitszeiten als andere Branchen. Der Vergleichsmaßstab sind digitale Medien, mit denen die junge Generation groß geworden ist, zum Beispiel Google oder Youtube.

kress pro: Wissen Bewerber zu wenig Bescheid über die Realität in klassischen Medienhäusern?

Nils Richter: Dass Traditionsmarken wie ProSiebenSat.1 oder Axel Springer den Großteil ihres Umsatzes mit digitalen Angeboten erwirtschaften und modern aufgestellt sind, hat sich zu wenig herumgesprochen. Auch die Bandbreite der Berufsbilder, die es neben Journalismus und Vermarktung gibt, ist oft kaum bekannt. Da gibt es Nachholbedarf, und das ist eine Bringschuld der Arbeitgeber.

kress pro: Welche Publisher fallen Ihnen als attraktive Arbeitgeber auf?

Nils Richter: Neben den genannten zum Beispiel auch Bertelsmann, der in seiner Employer-Branding-Kampagne mit "Create your own career" wirbt. Das trifft genau die Erwartung der jungen Leute. Die wollen nicht nur über Stellenprofile informiert werden, sondern spüren, dass man sich um sie ernsthaft bemüht und wertschätzt. Zum Beispiel bei Recruiting-Events, bei denen Vorstand und Führungskräfte präsent sind. So was macht Eindruck.

kress pro: Wie können Medienunternehmen im Wettbewerb um Talente punkten?

Nils Richter: Bei allen Maßnahmen sollte man authentisch bleiben. Also nicht versuchen, Google zu imitieren, sondern die eigenen Stärken deutlich machen, zum Beispiel durch offene Mitarbeiter-Statements, wie das etwa ProSiebenSat.1 auf der neuen Karriere-Website gelingt. Medien sind als Teil der vierten Gewalt und unabhängige Instanz für die Gesellschaft unverzichtbar, gerade in solch unruhigen Zeiten wie jetzt. Das wissen Bewerber zu schätzen, wird aber zu wenig thematisiert.

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