Echte Mamas: Wie man bei Facebook Wirbel macht

 

In drei Jahren von der Idee zur größten Social Community für Mütter in Deutschland: Sara Urbainczyk, Miriam Wiederer und Marian Scheithauer verraten im "kress pro"-Case, wie sie ihr Onlinemagazin "Echte Mamas" mit 120 Facebook-Gruppen aufgebaut haben und wie sie diese erfolgreich vermarkten.

Die Zielgruppe der "Echte Mamas"-Gründerinnen ist laut einer Facebook-IQ-Studie die Leserschaft, die mehr und häufiger in digitalen Welt und eben in Facebook-Gruppe unterwegs ist als alle anderen Nutzer - die Mütter. "Wir haben festgestellt, dass in Deutschland kein Publisher-Produkt die Zielgruppe der Mütter wirklich bedient mit einem echten, offenen Austausch untereinander", sagt Urbainczyk in "kress pro" (Ausgabe 05/2019). "Da gab es eine echte Marktlücke - und die haben wir auch deshalb so gut erkannt, weil wir selbst Mütter sind."

Mittlerweile erreicht "Echte Mamas" über 120 Facebook-Gruppen rund 120.000 Mitglieder in Facebook-Gruppen, zählt 525.000 Facebook-Fans sowie 110.000 Instagram-Follower. Die Interaktionen liegen bei 10 Mio im Monat.

In "kress pro" listen sie die Tipps auf, wie der Start mit Facebook-Gruppen gelingt:

Tipp 1
Selbst aktiv werden und sich persönlich einbringen
Die Gründerinnen sind selbst in ihren Gruppen aktiv – mit ihren privaten Accounts. Urbainczyk rät auch dazu, geschlossene Gruppen mit dem eigenen Profil anzulegen – der Facebook-Algorithmus honoriert dies mit einer besseren Sichtbarkeit. Außerdem reagiert die Community positiver auf einen Austausch mit echten Menschen anstatt mit einer Marke. "Ich bin ja auch Mutter und poste auch selbst Fragen dort, zum Beispiel nach einem Urlaubsziel mit Baby", sagt Urbainczyk. Außerdem verstehe sie die Nutzerinnen besser, wenn sie selbst den Channel aktiv nutzt – was wiederum zu einem besseren Verständnis für Kampagnenführung führt.

Tipp 2
Auffindbare Namen verwenden und Gruppe bewerben

"Ein bisschen Facebook-SEO muss schon sein", sagt Urbainczyk. Will heißen: Es sollte den Nutzern auf den ersten Blick klar sein, um welches Thema es in der Gruppe geht – und wer nach Keywords bei Facebook sucht, sollte die Gruppe auf Anhieb finden können. So schön phantasievolle Namen sein können – die Auffindbarkeit geht vor. Um die Gruppen schnell bekannt zu machen, ist etwas Hilfe von der Fanpage notwendig. Bei Echte Mamas wurden anfangs über den Werbeanzeigenmanager Postings erstellt, um die Beitragsinteraktionen zu bewerben. Mittlerweile ist es nicht mehr nötig – Facebook schlägt die Echte-Mamas-Gruppen von sich aus vor.

Tipp 3
Geschlossene Gruppe – und nicht jeden aufnehmen

Die Gründerin empfiehlt einen "geschützten Raum" für die Mitglieder – das geht nur mit einer geschlossenen Gruppe. Bei Echte Mamas lehnen die Admins ein Viertel aller Beitrittsanfragen ab, die Regeln sind glasklar: Das Profil muss älter als drei Monate sein, es muss ein Klarname sein, Männer sind nicht zugelassen. "Die Mütter diskutieren hier sehr intime Themen", sagt Urbainczyk. Damit die Männer nicht außen vor bleiben müssen, gibt es unter der Marke Echte Papas eine eigene Gruppe für Väter.

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kress pro - das Magazin für Führungskräfte in Medien - erscheint wie kress.de im Medienfachverlag Oberauer. Chefredakteur ist Markus Wiegand.

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