Herausgeber Helmut Brandstätter zieht sich beim "Kurier" zurück

 

Einen Schlussstrich gezogen hat Helmut Brandstätter bei der österreichischen Tageszeitung "Kurier", deren Herausgeber er seit 2013 war. Er beendete seinen Vertrag vorzeitig und einvernehmlich, wie es in Wien heißt.

Damit kehrt der meinungsstarke Journalist, der sich stets mit Fragen der Pressefreiheit beschäftigt und für einen unabhängigen, kritischen Stil stark gemacht hat, dem Haus den Rücken, das er lange mitprägte. Von 2010 bis 2018 war Helmut Brandstätter "Kurier"-Chefredakteur, seit 2013 eben auch Herausgeber. Nun verlässt er das Unternehmen.

Brandstätters Karriere begann eigentlich beim Fernsehen - beim ORF. Dort war er Korrespondent und Chef des Magazins "Report", bevor er nach Deutschland wechselte: Beim Nachrichtensender n-tv war er lange Geschäftsführer. Später kehrte er nach Wien zurück, um unter anderem Geschäftsführer des Stadtsenders Puls-TV zu werden und eine Beratungsagentur zu gründen.

Hintergrund: In Österreich wird stark über einen Wechsel Brandstätters in die Politik spekuliert. Er selbst sprach, wie der "Standard" berichtete, noch bislang uneindeutig von einer möglichen Tätigkeit als Politiker oder weiterhin in der Welt der Medien. Helmut Brandstätter hatte aktuell ein Buch über den Umgang des ehemaligen Kanzlers Sebstian Kurz und des Ex-FPÖ-Innenministers Herbert Kickl mit den Medien herausgebracht.

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