Wie Anke Greifeneder die perfekte Turner-Serie produziert

 

"4 Blocks", "Andere Eltern", "Weinberg", "Arthurs Gesetz": Anke Greifeneder, die Produktionschefin der deutschen Turner-Pay-TV-Sender, gewinnt Fernsehpreise in Serie. "kress pro" will wissen: Was ist ihr Geheimrezept?

Es ist eine Erfolgsgeschichte, die nicht vor dem deutschsprachigen Markt Halt macht. Turner-Eigenproduktionen wie "4 Blocks", konzipiert und umgesetzt von den TV-Machern in München, bringt die Turner-Broadcasting-Managerin sogar auf den US-Markt. Im Interview mit "kress pro" (Ausgabe 05/2019) verrät sie, welche Dramaturgien ziehen, wie man Zuschauer damit bindet und warum am Ende doch Leidenschaft und Risikofreude entscheiden.

"Wir sind ja Pay-TV und haben deswegen große Freiheiten."

"kress pro": Frau Greifeneder, was Sie und Ihre Teams in den vergangenen Jahren an fiktionalen Eigenproduktionen auf die Beine gestellt haben, ist sehr beachtlich. Verraten Sie doch mal: Wie sieht denn nun Ihre geheime Erfolgsformel für das Produzieren einer tollen Pay-TV-Serie aus?

Anke Greifeneder: Wir haben dafür tolle Algorithmen – not! Unsere Strategie von Anfang an bis jetzt war, innovativ zu sein und Sachen zu machen, die sich andere nicht trauen. Wir sind ja Pay-TV und haben deswegen große Freiheiten. 

"kress pro": Im Vergleich zum werbefinanzierten Fernsehen mit dem Quotendruck, meinen Sie.

Anke Greifeneder: Diese Freiheit bewusst zu nutzen, ist unsere Aufgabe. Wenn man auf unsere bisherigen Arbeiten zurückblickt, sieht man ja deutlich, wie unterschiedlich die Serien waren. Wir wollen möglichst variantenreich erzählen und uns bislang noch nicht wiederholen. 

"kress pro": Wer will das nicht?

Anke Greifeneder: Bei uns soll das heißen: Wir wollen nicht ins klassische Modell verfallen, bei dem man eine bestimmte Art von Serie, die sich bewährt hat, in dieser Form sicherheitshalber zehn Mal wiederholt. So ist das deutsche Fernsehwesen immer noch teils: Man setzt auf das Bewährte. Auf das, was die Quote sichert. Und dreht dann nach demselben Strickmuster immer wieder fast das gleiche Format neu. Wir haben die kreative Freiheit – und den Rückhalt im Unternehmen, uns ausprobieren zu dürfen. Unsere Sender in Deutschland gibt es zudem ja noch nicht so lange. Nicht nur, dass wir uns nicht selber langweilen wollen. Wir haben bei unseren bisherigen Eigenproduktionen auch die Chance gehabt, mit verschiedenen Kreativen, mit denen wir zusammenarbeiteten, unterschiedliche Genres kennenzulernen.

Anke Greifeneder: In welcher Frequenz können Sie das durchsetzen?

"kress pro": Unsere Ziel ist es, sowohl für TNT Serie als auch für TNT Comedy jeweils ein Leuchtfeuer pro Jahr zu entzünden. Wenn die Serie sich dann als Erfolg herausstellt und wir einen guten Weg finden, die Geschichte weiter zu erzählen, produzieren wir eine zweite oder sogar dritte Staffel. "4 Blocks" ist da nicht die einzige Ausnahme, auch von "Add a Friend" gab es drei Staffeln und für "Andere Eltern" produzieren wir gerade die zweite. Dennoch haben Serien mit nur wenigen Folgen wichtige Vorteile.

...

Sie möchten mehr wissen, wie die Geheimformel für erfolgreiches Eigenproduzieren lautet und wie Greifeneder und ihr Geschäftsführer Hannes Heyelmann dafür Budgets bei der US-Mutter loseisen konnten? All das und mehr erfahren Sie im kompletten fünf-seitigen Interview von Rupert Sommer. Dann kaufen Sie bitte die aktuelle kress pro-Ausgabe 5/2019 in unserem Shop.

Ein kress pro-Abo können Sie in unserem Shop ebenfalls abschließen. Sie sind bereits Abonnent? Dann loggen Sie sich bitte unter Mein kress ein und lesen das aktuelle E-Paper.

kress pro - das Magazin für Führungskräfte in Medien - erscheint wie kress.de im Medienfachverlag Oberauer. Chefredakteur ist Markus Wiegand.

Exklusive Storys und aktuelle Personalien aus der Medien- und Kommunikationsbranche gibt es von Montag bis Freitag in unserem kressexpress. Kostenlos unseren Newsletter abonnieren.

Ihre Kommentare
Kopf
Inhalt konnte nicht geladen werden.