Meilenstein: Axel Springers Partnerschaft mit KKR wird wahrscheinlicher

05.08.2019
 

"Mindestannahmeschwelle für freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot von KKR überschritten", meldet Axel Springer am Montagmorgen. Das heißt im Klartext: Die geplante strategische Partnerschaft zwischen dem US-Finanzinvestor und dem deutschen Medienkonzern rückt näher.

Auf Basis der zugegangenen und von den Depotbanken bislang gebuchten Annahmeerklärungen für das freiwillige öffentliche Übernahmeangebot von KKR an alle Aktionäre von Axel Springer habe die Annahmequote bis zum Ende der Annahmefrist am 2. August 2019 die Mindestannahmeschwelle von 20 Prozent überschritten.

Für Mathias Döpfner ist dies ein wichtiger Meilenstein für die geplante Partnerschaft mit KKR. "Wir werden so zusätzliche Chancen nutzen können und unsere Wachstums- und Investitionsstrategie beschleunigen", unterstreicht der Axel Springer-Chef.

Auch Julian Deutz, Finanzvorstand von Axel Springer, freut sich, "dass das attraktive Angebot von KKR angenommen wurde". Auch mit Blick auf die noch ausstehenden Angebotsbedingungen sei man zuversichtlich, dass sie in den nächsten Monaten erfüllt werden könnten.

Hintergründe: KKR hatte den Einstieg an die Bedingung geknüpft, mindestens 20 Prozent aller Anteile kaufen zu können. Gemäß § 16 des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes (WpÜG) können Aktionäre, die ihre Aktien bislang nicht angedient haben, das Angebot zum Preis von EUR 63,00 je Aktie während der gesetzlich vorgesehenen weiteren Frist noch annehmen. Diese beginnt nach Bekanntgabe des Ergebnisses des Angebots durch KKR in den kommenden Tagen und dauert 14 Tage.

Der Vollzug des Angebots steht weiterhin unter dem Vorbehalt kartellrechtlicher, außenwirtschaftsrechtlicher und medienkonzentrationsrechtlicher Freigaben.

Knapp 45 Prozent der Axel-Springer-Aktien sind im Streubesitz. Die Witwe des Verlagsgründers, Friede Springer, und Vorstandschef Döpfner haben mit KKR vereinbart, dass sie ihre Beteiligungen behalten. Die Witwe kontrolliert 42,6 Prozent der Anteile, Döpfner hält 2,8 Prozent. Die Springer-Enkel Ariane und Axel Sven Springer halten zusammen rund 10 Prozent.

Exklusive Storys und aktuelle Personalien aus der Medien- und Kommunikationsbranche gibt es von Montag bis Freitag in unserem kressexpress. Kostenlos unseren Newsletter abonnieren.

Ihre Kommentare
Kopf
Inhalt konnte nicht geladen werden.