Warum Jan Fleischhauer nicht zu Gabor Steingart gewechselt ist

 

Jan Fleischhauer war lange der Vorzeige-Konservative des Spiegel. Jetzt ist er zum Focus gewechselt. kress pro hat Fleischhauer interviewt und mit ihm auch über seinen Ex-Kollegen Gabor Steingart gesprochen.

kress pro: Am 1. August fangen Sie bei Burda an. Kennen Sie schon den Titel ihrer Kolumne?

Jan Fleischhauer: Wir werden wahrscheinlich einfach meinen Namen nehmen. Ist naheliegend.

kress pro: Werden Sie auch Videos oder Podcasts machen?

Fleischhauer: Dass ich noch mehr in den sozialen Medien aktiv sein werde, ist auch der Wunsch von Burda. Das ist etwas, dem ich mich sicher verstärkt widmen werde.

kress pro: Sie hatten immer luxuriöse Bedingungen. So was wie die Niederungen des Lokaljournalismus kennt einer wie Sie nicht.

Fleischhauer: Ich war drei Monate bei der "Abendzeitung" in München Polizeireporter.

kress pro: Das war's dann aber auch.

Fleischhauer: Ich bin mit 25 Jahren als Kindersoldat von Rudolf Augstein an das Sturmgeschütz der Demokratie beordert worden. Ich habe dort brav meinen Dienst verrichtet.

kress pro: Beim "Spiegel" hat man Sie gleich in den Osten geschickt, sobald die Grenze auf war.

Fleischhauer: Das war meine erste Auslandsstation, 1991, Leipzig. Das war journalistisch unglaublich interessant. Ich war jung, neugierig und ungebunden. Das war für mich wahrscheinlich mit die aufregendste Zeit, diese zwei Jahre in Ostdeutschland. Dazu die enorme Freiheit. Wenn wir keine Lust hatten, ans Telefon zu gehen, haben wir halt das Telefon ausgemacht und gesagt, die Leitung funktioniert mal wieder nicht. Der andere Kollege neben mir war Gabor Steingart. Aus der Zeit ist eine lebenslange Freundschaft gewachsen.

kress pro: Warum gehen Sie dann nicht zu Steingart?

Fleischhauer: Ich glaube nicht, dass der mich braucht.

kress pro: Zu viel vom Gleichen?

Fleischhauer: Ja, kann sein. Wir haben ja noch mal zusammengearbeitet, zwischen 2005 und 2009, als wir zusammen im Berliner Büro des "Spiegel" waren, er als Büroleiter, ich als stellvertretender Büroleiter. Wir schätzen uns sehr, aber es ist besser, dass wir uns nicht zu sehr ins Gehege kommen. Wir haben unserer Freundschaft schon genug zugemutet damals in Berlin.

Wie Jan Fleischhauer auf seine 30 Spiegel-Jahre zurückblickt, warum er seine luxuriöse Position dort aufgibt, wie er beim Focus auch mit Hilfe von Xing Höchstreichweiten erzielen will und wann ihn seine Frau verflucht.

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