Wir sind überzeugt: Axel-Springer-Enkel verkaufen Anteile an KKR

16.08.2019
 

Ariane Melanie Springer und Axel Sven Springer werden für Aktien, die insgesamt etwa 3,7 Prozent des Grundkapitals von Axel Springer entsprechen, das Übernahmeangebot von KKR annehmen. Wie sie diese Entscheidung begründen.

"Meine Schwester und ich sind von dem unternehmerischen Konzept für die Weitentwicklung von Axel Springer überzeugt. Wir unterstützen deshalb das Übernahmeangebot und wollen mit dem verbleibenden Teil unserer Beteiligung den Wandel und das Wachstum des Unternehmens weiter begleiten", sagte Axel Sven Springer.

Mit ihren restlich gehaltenen Aktien bleiben die beiden Enkel des Verlegers Axel Springer weiterhin als unabhängige Aktionäre an dem Unternehmen beteiligt.

Axel-Springer-Aktionäre, die ihre Aktien noch nicht angedient haben, können das KKR-Angebot innerhalb der "weiteren Annahmefrist" annehmen. Diese wird am 21. August 2019 um 24:00 Uhr enden.

Hintergrund: KKR hatte nach eigenen Angaben zum Ende der am 2. August abgelaufenen Annahmefrist bereits 27,8 Prozent der Anteile des Medienkonzerns Axel Springer erworben (kress.de berichtete). Das Angebot des US-Finanzinvestors sieht einen Preis von 63,00 Euro je Aktie vor. Der KKR-Einstieg steht nach wie vor unter dem Vorbehalt außenwirtschaftlicher Genehmigungen und von Kartellfreigaben.

Mit dem Engagement von KKR sinkt der Streubesitz der Springer-Aktien deutlich. Die Witwe des Verlagsgründers, Friede Springer, und der Vorstandsvorsitzende, Mathias Döpfner, haben mit KKR vereinbart, dass sie ihre Beteiligungen behalten. Die Witwe kontrolliert 42,6 Prozent der Anteile, Döpfner hält 2,8 Prozent. Die Springer-Enkel Ariane und Axel Sven Springer hatten bisher zusammen rund 10 Prozent gehalten.

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