Fast am Ziel: KKR hält jetzt mehr als 40% der Springer-Anteile

26.08.2019
 

Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender von Axel Springer, spricht von einem sehr starken Fundament für die geplante Partnerschaft mit KKR. Der US-Finanzinvestor hat mehr als 40% der Springer-Anteile erworben. Die Annahmequote ist endgültig.

Das freiwillige öffentliche Übernahmeangebot von KKR sei in der weiteren Annahmefrist für zusätzliche 14,7 Prozent der Axel-Springer-Aktien angenommen worden, teilte Axel Springer mit. Bis zum Ende der "weiteren Annahmefrist", die am 21. August 2019 ablief, lag die Quote bei 42,5%. Darüber hinaus kommen weitere 1,04 Prozent dazu, die zu diesem Zeitpunkt noch nicht verbucht waren. Somit liegt die Quote insgesamt bei etwa 43,54.

Die Mindestannahmeschwelle von 20 Prozent war bereits Anfang August überschritten worden. KKR bot den Aktionären 63 Euro je Aktie.

"Das Ergebnis des Angebots ist ein sehr starkes Fundament für die geplante strategische Partnerschaft mit KKR. Wir konzentrieren uns in den kommenden Monaten auf die Umsetzung unserer Wachstumsstrategie, die wir weiter beschleunigen werden", so Axel-Springer-Chef Mathias Döpfner

Der Vollzug des Angebots steht weiterhin unter dem Vorbehalt kartellrechtlicher, außenwirtschaftsrechtlicher und medienkonzentrationsrechtlicher Freigaben. Der Abschluss der Transaktion wird in den nächsten Monaten erwartet.

Hintergrund: Mit dem Engagement von KKR sinkt der Streubesitz der Springer-Aktien deutlich. Die Witwe des Verlagsgründers, Friede Springer, und Vorstandschef Döpfner haben mit KKR vereinbart, dass sie ihre Beteiligungen behalten. Die Witwe kontrolliert 42,6 Prozent der Anteile, Döpfner hält 2,8 Prozent. Die Springer-Enkel Ariane und Axel Sven Springer hielten bisher knapp 10 Prozent und haben davon jetzt 3,7 Prozent an KKR verkauft (kress.de berichtete).

Axel Springer benötigt die Finanzkraft von KKR, um die Expansion im Digitalgeschäft voranzutreiben: Schon jetzt stammen 84 Prozent des bereinigten Vorsteuergewinns aus digitalen Aktivitäten, wie der der Rubriken-Portale SeLoger, StepStone oder Immowelt.

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