Gerhard Riedler kehrt dem Red Bull Media House wieder den Rücken

 

Im Frühjahr war er noch in Deutschland auf Werbe-Tour gegangen, um neue Kunden für Servus TV zu gewinnen. Nun verabschiedet sich Gerhard Riedler, Vermarktungschef im Red Bull Media House, aus dem Medien-Reich von Brause-Unternehmer Dietrich Mateschitz.

Der Abgang des prominenten Medienmanagers Riedler dürfte mit den jüngsten Umstrukturierungen in dem österreichischen Medienhaus zu tun gehabt haben. Firmen-Lenker Mateschitz löste den Sender Servus TV, der kürzlich erst eine neuen Deutschland-Offensive angekündigt hatte, de facto aus dem Red Bull Media House und damit auch aus der Vermarktungszuständigkeit von Gerhard Riedler heraus. Servus-TV-Geschäftsführer Ferdinand Wegscheider berichtet seitdem direkt an Dietrich Mateschitz, zuvor lief der Berichtsweg zum Red Bull Media House. Servus TV vermarktet sich nun eigenständig.

Gerhard Riedler hatte seinen Posten beim Red Bull Media House im Mai 2018 angetreten. Zuvor war er unter anderem Mediaprint-Geschäftsführer für die "Kronen-Zeitung". Von 2006 bis 2013 steuerte er als Geschäftsführer die RTL-Vermarktungstocher IP Österreich. Das Magazin "Der österreichische Journalist", wie kress.de aus dem Medienfachverlag Oberauer, zeichnete ihn einst zum "Medienmanager 2016" aus.

Wie Riedler nun dem "Standard" bestätigte, wird er "spätestens zum Jahresende" bei Red Bull ausscheiden. Wohin es den umtriebigen Vermarktungsexperten künftig zieht? Noch unklar.

Hintergrund: Das Red Bull Media House ist eine Produktions- und Verlagsfirma mit Sitz in Wals bei Salzburg und Tochter der Red Bull GmbH. Sie bringt unter anderem die Zeitschriften "Servus", "Terra Mater", "Red Bulletin" und "Bergwelten" heraus und ist sowohl im TV- als auch im Digital-Bereich aktiv.

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