Wie man Marktlücken im Regionalen aufspürt

 

Regionale Wirtschaftszeitungen boomen seit einem Jahrzehnt. Der Mittelbayerischen Verlag zeigt, wie man neue Erlöse erzielen kann - und Geschäftsfelder erschließt. Im aktuellen Case bei "kress pro" berichtet "Wirtschaftszeitung"-Redaktionsleiter Thorsten Retta, wie er zum erfolgreichen Vorreiter eines Trends wurde.

Content-Marketing war als Mittel zum Geldverdienen im Journalismus noch hoch umstritten, da setzte der Mittelbayerische Verlag genau darauf und startete im Jahr 2010 seine monatliche "Wirtschaftszeitung". Auflage damals: 2.000 Stück. Der Launch eines reinen B2B-Produktes gehörte zur Regensburger Strategie, mit spitz zugeschnittenen Titeln neue Kundengruppen zu erschließen, um Umsatz- und Gewinneinbußen im traditionellen Zeitungsgeschäft auszugleichen.

"In der Anfangszeit haben wir Klinken geputzt, sind zu IHKs, Verbänden und Unternehmen gegangen und haben den Bedarf nach einer solchen Wirtschaftszeitung abgefragt", berichtet Redaktionsleiter Thorsten Retta im Gespräch mit "kress pro" (Ausgabe 6/2019). "Meistens hieß es: ‚Kommt in einem Jahr wieder – wenn es euch dann noch gibt." Sie kamen wieder. Und die Wirtschaftszeitung existiert nach wie vor.

Das Blatt hat inzwischen eine Auflage von 17.500 und ist bundesweit gelobter Vorreiter, der einen Trend auslöste. Der Verlag schaffte, wovon jedes Medienhaus träumt: sich unabdingbar zu machen. "Wenn Sie sich als Entscheider der Wirtschaft präsentieren möchten, müssen Sie sich in der Wirtschaftszeitung zeigen", formuliert es Retta. Seinen Angaben zufolge sind mehr als 50 Prozent der Unternehmen, die für Anzeigen bezahlen, Neukunden des Verlags.

Während Dickschiffe aus der Region wie Continental und BMW weiterhin auch durch klassische Werbeformen in der "Mittelbayerischen Zeitung" Reklame für sich machen, setzen kleinere und mittelständische Firmen auf die Strahlkraft der Wirtschaftszeitung. "Für diese Unternehmen hatte der Verlag zuvor gar kein Produkt, in dem sie Anzeigen schalten konnten", erklärt Retta.

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Sie möchten wissen, welche Anzeigenpreise die "Wirtschafszeitung" aufruft, welche Werbeformen sich bewährt haben und welche Zusatzerlöse der Mittelbayerische Verlag im Jahr erzielt? Oder wollen Sie erfahren, welche anderen deutschen Medienhäuser schon vielversprechende Erfahrungen mit solchen Sonderpublikationen im Regionalen gemacht haben? Dann müssen Sie den detaillierten Vier-Seiten-Case von Thomas Schmoll im aktuellen kress pro" lesen. Zu kaufen gibt es die kress pro-Ausgabe 6/2019 in unserem Shop.

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kress pro - das Magazin für Führungskräfte in Medien - erscheint wie kress.de im Medienfachverlag Oberauer. Chefredakteur ist Markus Wiegand.

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