Exklusiv: GQ-Chefredakteur Tom Junkersdorf geht bei Condé Nast von Bord

 

Überraschender Abschied in München: Wie kress.de erfahren hat, ist die Ära von Tom Junkersdorf als Chefredakteur des Condé Nast-Männertitels "GQ" und seiner Magazinableger beendet.

Den Posten an der Spitze der "GQ"-Redaktion hatte der 51-Jährige im Januar 2017 angetreten. Zuvor stand er lange in Bauer-Diensten. Nun wurde der Redaktion, wie kress.de erfahren hat, kurzfristig mitgeteilt, dass Tom Junkersdorf das Haus verlassen hat.

Auf Nachfrage von kress.de bestätigt ein Condé Nast-Sprecher diese Informationen. "Ja, es ist richtig, dass wir künftig getrennte Wege gehen werden. Wir sind dabei, Condé Nast Germany neu aufzustellen - dies beinhaltet auch Personalmaßnahmen", hießt es in München. "Eine Entscheidung ist, dass wir diesen Weg ohne Tom Junkersdorf gehen werden. Weitere Details zur Neuaufstellung von Condé Nast Germany werden wir am kommenden Dienstag in einem Pressegespräch vorstellen."

Junkersdorf war vor seinem Wechsel zu Condé Nast Germany, das seit Frühjahr von der früheren UDG-Chefin Jessica Peppel-Schulz geführt wird, bis Ende 2016 Gründungs-Chefredakteur von "People" in Deutschland. Zuvor war er ebenfalls Gründungs-Chefredakteur von "Closer" sowie zwischen 2005 und 2010 "Bravo"-Chefredakteur.

Vor dieser Bauer-Zeit war er unter anderem als "Bild"-Korrespondent in den USA tätig und auch schon Ressortleiter Unterhaltung des Springer-Blatts. Angefangen hatte er seine Karriere einst als Sportredakteur bei der "Nienburger Tageszeitung".

Hintergrund: Wer auf Tom Junkersdorf bei "GQ" nachfolgt, ist offen. Allerdings ist in der Münchner Gerüchteküche zu hören, dass der Männertitel künftig anders geführt wird - möglicherweise von einem Markenverantwortlichen und gar nicht mehr von einem Chefredakteur.

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