Wolf Osthaus erhält einen deutschen Führungsposten bei Netflix

 

Netflix macht Ernst mit dem verstärkten Engagement auf dem deutschsprachigen Markt: Wie nun bekannt wurde, wechselte auch Wolf Osthaus die Seiten. Die Position "Director Public Policy" für die DACH-Region wurde für ihn extra geschaffen.

Der 47-Jährige gilt in der Bewegtbild-Branche als bestens vernetzter Strippenzieher. Seit 2013 trug er beim Kabelnetzbetreiber Unitymedia in Köln den Titel "Senior Vice President Regulatory and Public Policy". Im Juli wurde Unitymedia von Vodafone übernommen. Seinen neuen Netflix-Posten, unter dem Wolf Osthaus auch auf Panels auf den Medientagen München Ende Oktober sitzen wird, trat er offenbar schon Anfang September an.

Wolf Osthaus ist promovierter Jurist und Rechtsanwalt. Vor seiner Zeit bei Unitymedia war er für die United Internet AG tätig - dort als "Head of Corporate & Regulatory Affairs". Zuvor wirkte er für eBay als Leiter "Govermnment Relations DE". Außerdem hatte er schon Posten beim Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom), dort als Leiter der Telekommunikations- und Medienpolitik.

Mit dem Medienpolitik-Experten dürfte Netflix sich den regulatorischen Diskussionen rund um Streaming-TV stellen. Osthaus ist auch Lehrbeauftragter für Internet- und Medienwirtschaftsrecht an der Universität Göttingen und war von 2010 bis 2013 sachverständiges Mitglied der Enquete-Kommission des Deutschen Bundestags "Internet und digitale Gesellschaft".

Hintergrund: Netflix baut derzeit sein Deutschland-Engagement am Berlin-Büro aus und hat zuletzt zwei weitere deutschsprachige Eigenproduktionen in Auftrag gegeben. Wie bereits von kress.de gemeldet, kommt im Dezember Sasha Bühler von der Produktionsfirma Constantin Film - als "Director of Original Film". Europa-Sitz von Netflix ist Amsterdam.

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