Fall Friedrich: Birthler und Kowalczuk beraten Berliner Zeitung

19.11.2019
 

Experten unterstützen die Redaktionen der Berliner Zeitung und des Berliner Kuriers bei der Sichtung der Stasi-Akten des Verlegers Holger Friedrich. Marianne Birthler, die frühere Leiterin der Stasi-Unterlagen-Behörde und der Historiker Ilko-Sascha Kowalczuk haben ihre Hilfe zugesagt.

Michael Maier, der Herausgeber der Berliner Zeitung, hatte zu der Aufarbeitung des Fall Friedrichs in der Süddeutschen Zeitung erklärt: "Es bedarf der Expertise, um den Fakten auf den Grund zu gehen. Akten haben ihre eigene Wahrheit." (kress.de berichtete)

Die Stasi-Unterlagen-Behörde hat den zugänglichen Teil der Täter-Akte mittlerweile der Berliner Zeitung zur Verfügung gestellt. Die Redaktion hat nun auch die Opfer-Akte angefordert, mit dem Einverständnis von Holger Friedrich, was eine rechtliche Voraussetzung dafür war. Ein fünfköpfiges Reporter-Team soll beide Akten gemeinsam prüfen. Dabei bekommen sie fachliche Unterstützung von Marianne Birthler, der früheren Leiterin der Stasi-Unterlagen-Behörde und des Historikers Ilko-Sascha Kowalczuk.

Hintergrund: Holger Friedrich, der den Berliner Verlag im September gekauft, hat Ende der Achtzigerjahre an das Ministerium für Staatssicherheit der DDR berichtet (kress.de berichtete). Die Chefredakteure der Berliner Zeitung und des Berliner Kuriers, Jochen Arntz und Elmar Jehn, haben erklärt, dass sie den Fall wie jeden anderen objektiv untersuchen wollen: "Wir werden Fakten sammeln, wir wollen die Akten - die Opfer- und die Täterakte - einsehen." Holger Friedrich hat der Redaktion zugesichert, sie dabei zu unterstützen.

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