Exklusiv: Forudastan gibt Ressortleitung Innenpolitik bei der Süddeutschen ab

25.11.2019
 

Die Süddeutsche Zeitung verliert erneut eine weibliche Führungskraft. Nach Informationen von kress.de wird Ferdos Forudastan die Ressortleitung Innenpolitik abgeben.

"Ich bin sehr gerne bei der SZ, daher fällt mir der Abschied schwer", sagt Forudastan auf Anfrage von kress.de. "Aber ich werde in Köln, wo meine Familie lebt, eine neue Aufgabe übernehmen, auf die ich mich freue."

Bisher pendelt Forudastan zwischen ihrem Wohnort Köln und dem Süddeutsche Zeitung-Redaktionssitz München. Ihre neue Tätigkeit wird die 59-Jährige im Februar aufnehmen. Konkreteres wollte sie zum jetzigen Zeitpunkt nicht bekannt geben.

Ferdos Forudastan leitet das Ressort Innenpolitik seit Januar 2018. Zuvor war sie von September 2012 bis März 2017 Sprecherin von Bundespräsident Joachim Gauck. Ihre journalistische Laufbahn begann Forudastan neben dem Studium der Politischen Wissenschaft und der Rechtswissenschaft in Freiburg als Mitarbeiterin der "Badischen Zeitung". 1989 wurde sie politische Korrespondentin der "Tageszeitung" (taz) in Bonn und wechselte 1991 in gleicher Funktion zur "Frankfurter Rundschau" (FR). Danach arbeitete sie als freie Autorin und Moderatorin unter anderem für den Deutschlandfunk und den Westdeutschen Rundfunk. Forudastan ist in Freiburg geboren und wuchs in Deutschland, der Schweiz und Iran auf.

Eine Nachfolge bei der Süddeutschen Zeitung steht noch nicht fest.

Ende Oktober berichtete kress.de, dass Chefredakteurin Julia Bönisch die Süddeutsche Zeitung und SZ.de verlässt. Iris Mayer und Ulrich Schäfer übernehmen kommissarisch die Redaktionsleitung von SZ.de, bis die Chefredaktion der Süddeutschen Zeitung neu aufgestellt ist.

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