Exlusiv: Joko Winterscheidt übernimmt Chefposten bei GQ - André Pollmann wird Markenchef

 

Condé Nast hat nach kress.de-Informationen die neue Führungsspitze für das Männermagazin GQ aufgestellt - unter anderem mit André Pollmann und Michalis Pantelouris. TV-Entertainer Joko Winterscheidt erhält einen kuriosen Titel.

Die neue Führungsspitze für den Condé-Nast-Männertitel steht: Wie kress.de erfahren hat, wurde am Dienstagvormittag in München durch CEO Jessica Peppel-Schulz das neue, ungewöhnliche Tableau bekannt gegeben.

Demnach wird André Pollmann, bislang Publisher von Vogue, Glamour, GQ und AD sowie ein altgedienter Mitarbeiter des Hauses, der in der neuen Führungsstruktur bislang seinen neuen Platz noch nicht so recht gefunden hatte, Markenchef von GQ. Er steuert als Chief Creative Director (CCD) sowohl den Content- als auch den Business-Bereich der Marke in Personalunion, heißt es in München.

Den kuriosen Titel "Chief Curiosity Officer" erhält Joko Winterscheid. Er soll die "Neugierde in die Themen und Aktivitäten von GQ einbringen", so die offizielle Formulierung. Mit Print-Engagements kennt sich der TV-Partner von Klaas Heufer-Umlauf bereits gut aus. Sein Magazin JWD, ein Personality-Titel von Gruner + Jahr nach dem erfolgreichen Barbara-Muster mit Entertainerin Barbara Schöneberger, wurde im vergangenen Jahr von G+J aber eingestellt. Eigentlich sollte es Joko "bis zur Rente tragen", wie er damals sagte.

Einen erfahrenen Journalisten holt GQ allerdings nach kress.de-Informationen ebenfalls an Bord: Michalis Pantelouris wird im neuen Konzept stellvertretender Chief Creative Director. Er soll das Content-Team der GQ zusammen mit Johannes Patzig als Head of Editorial führen.

Patzig ist ein Journalist und Digital-Stratege, der schon seit drei Jahren in GQ-Diensten steht. Pantelouris, ein deutsch-griechischer Journalist und erfolgreicher Autor ("Liebe zukünftige Lieblingsfrau"), schrieb lange für das SZ Magazin, Blonde und GEO. Zwischenzeitlich stieg er aus dem Journalismus aus, um mit Olivenöl zu handeln. Pantelouris kennt Winterscheid gut. Er war auch schon Teil von "Team Joko" bei der eingestellten G+J-Zeitschrift.

Hintergrund: "Wir müssen unsere Marken und unseren Content künftig anders denken", ist der Leitspruch von Condé-Nast-Chefin Jessica Peppel-Schulz. Nun ist sie davon überzeugt, eine "neue strategische Organisation" gefunden zu haben, "die nicht vergleichbar ist mit den Organisationen der klassischen Verlage". Sie setzt künftig auf ganzheitliche Markenerlebnisse rund um die vier Hausmarken Vogue, Glamour, AD und GQ von Condé Nast in Deutschland und hofft auf kräftig sprudelnde neue Erlösströme neben dem klassischen Print-Geschäft. Bis vergangenes Jahr war Tom Junkersdorf GQ-Chefredakteur. Seinen Abgang hatte kress.de exklusiv gemeldet.

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