Mark Zuckerberg: Mein Ziel ist es nicht, gemocht, sondern verstanden zu werden

30.01.2020
 

Facebook hat im vergangenen Quartal die Marke von 2,5 Mrd aktiven Nutzern geknackt und wächst weiter schnell. Gründer Mark Zuckerberg will indes offensiver die Positionen des Online-Netzwerks verteidigen.

Trotz aller Kritik: Im vergangenen Quartal hat Facebook die Marke von 2,5 Milliarden aktiven Nutzern erreicht. Doch auch die Kosten steigen, unter anderem weil das Online-Netzwerk immer mehr Mitarbeiter braucht. Zudem erschweren Datenschutz-Regeln wie die DSGVO das Werbegeschäft.

Im Schlussquartal 2019 stieg der Umsatz im Jahresvergleich um ein Viertel auf gut 21 Milliarden Dollar (19 Mrd Euro). Der Gewinn legte zugleich aber um vergleichsweise moderate sieben Prozent auf 7,35 Milliarden Dollar zu.

Facebooks Gründer und Chef Mark Zuckerberg kündigte an, er wolle die Positionen des Online-Netzwerks offensiver vertreten. "Mein Ziel für das nächste Jahrzehnt ist es nicht, gemocht, sondern verstanden zu werden", sagte er einem dpa-Bericht zufolge in einer Telefonkonferenz mit Analysten. "Damit man Vertrauen gewinnen kann, müssen die Leute wissen, wofür man steht."

So wolle Facebook verstärkt die Redefreiheit, die Verschlüsselung und sein werbebasiertes Geschäftsmodell verteidigen. Dem Online-Netzwerk wird unter anderem vorgeworfen, es sammele zu viele Daten für die Personalisierung der Anzeigen und wolle Nutzer länger auf der Plattform halten, um ihnen mehr Werbung einzublenden.

Hintergrund: In den USA machte Facebook im vergangenen Quartal einen durchschnittlichen Erlös pro Nutzer von 41,41 Dollar, fast ausschließlich durch Werbung.  In Europa lag der durchschnittliche Umsatz pro Nutzer lediglich bei 13,21 Dollar. Zugleich räumte Facebook ein, dass Regeln wie die Europäische Datenschutz-Grundverordnung oder das ähnliche neue Datenschutzgesetz in Kalifornien es zum Teil schwieriger machten, Anzeigen zu personalisieren und ihre Effizienz zu messen.

Die Zahl mindestens einmal im Monat aktiver Nutzer erreichte 2,5 Milliarden nach einem Zuwachs von 50 Millionen binnen drei Monaten. Täglich kamen im vergangenen Quartal 1,66 Milliarden Nutzer zu Facebook. Zusammen mit anderen Apps wie etwa Instagram oder WhatsApp kommt der Konzern auf 2,89 Milliarden Nutzer im Monat.

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