DuMont verkauft Hamburger Morgenpost an Arist von Harpe

06.02.2020
 

"Nach umfangreicher Marktsondierung" verkauft DuMont die Hamburger Morgenpost Medien an Arist von Harpe. Der Wirtschaftsingenieur und Digitalmanager will das Traditionsmedium Hamburger Morgenpost neu aufstellen und ihm eine langfristige Perspektive geben. Wer Arist von Harpe ist.

DuMont war bei der Hamburger Morgenpost, "Deutschlands ältester Boulevardzeitung", im Jahr 2009 eingestiegen. Der Verkauf an Arist von Harpe umfasst im Einzelnen die Hamburger Morgenpost, mopo.de, den Medienvermarkter Hamburg First Medien & Marketing GmbH, die Corporate Publishing Agentur DuMont Media inklusive der Mixed-Reality-Erlebniswelt Discovery Dock im Hamburger Hafen sowie die Beteiligung an Radio Hamburg. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Der neue Eigentümer Arist von Harpe kommentiert seine Entscheidung so: "Die MOPO ist immer eine der zentralen Medienmarken dieser Stadt gewesen - mit einer klaren Identität und Haltung. Die MOPO gehört zu Hamburg wie der Kiez, der Fischmarkt oder die Beginner. Ich glaube fest an das Potenzial der Marke und möchte den Fokus auf echten Lokaljournalismus weiter schärfen und damit die Hamburger noch mehr begeistern. Das Ziel: eine tief in der Stadt verankerte und nachhaltig erfolgreiche MOPO - und das auf allen Kanälen."

Zur Person: Arist von Harpe ist gebürtiger Düsseldorfer und lebt seit 1999 in Hamburg. Er hat in Hamburg und Göteborg Wirtschaftsingenieurwesen studiert. Nach längeren Stationen als Berater und Start-up-Geschäftsführer hat er die letzten zwei Jahre das Werbegeschäft der New Work SE (vormals Xing) weiterentwickelt.

Isabella Neven DuMont, Aufsichtsratsvorsitzende von DuMont, sagt zu dem Verkauf an von Harpe: "Wir haben immer betont, dass wir auch für Hamburg die bestmögliche Zukunftsoption erarbeiten werden, und uns war wichtig, den Hamburger Morgenpost Medien mit all ihren Angeboten eine Perspektive zu geben. Hierfür hat Arist von Harpe aus unserer Sicht das erfolgversprechendste Konzept präsentiert."

Mit dem Verkauf der Hamburger Morgenpost Medien schließt DuMont seine Portfolio-Überprüfung im Geschäftsfeld Regionalmedien ab. "DuMont wird die Diversifikation mit den drei Geschäftsfeldern Regionalmedien, Business Information und Marketing Technology systematisch fortsetzen", kündigt CEO Christoph Bauer an. "In den Geschäftsfeldern Business Information und Marketing Technology werden wir die bestehenden Geschäftsbereiche weiter ausbauen. Das Geschäftsfeld Regionalmedien werden wir rund um unsere Aktivitäten in Köln weiterentwickeln." Die zukünftige Ausrichtung von DuMont und seinen Geschäftsfeldern willl Christoph Bauer im April vorstellen.

Isabella Neven DuMont erklärt weiter zur Strategie: "Wir haben uns sehr bewusst dazu entschlossen, unser verlegerisches Engagement im Rheinland mit unseren starken Marken Kölner Stadt-Anzeiger und Express weiterzuentwickeln. Dabei werden wir die publizistische Rolle des Kölner Stadt-Anzeigers im Rheinland und die Position des Express als deutschlandweit reichweitenstärkstes regionales News-Portal weiter ausbauen und die Digitalisierung beider Angebote gezielt forcieren."

Hintergrund: Insgesamt verkaufte das DuMont-Medienhaus seit vergangenem Herbst vier regionale Tageszeitungen. Neben der "Hamburger Morgenpost" sind das die "Berliner Zeitung", der "Berliner Kurier" und die "Mitteldeutsche Zeitung". Die Berliner Blätter gingen an das Unternehmer-Ehepaar Silke und Holger Friedrich. Mitte Januar wurde bekannt, dass die Hamburger Bauer Media Group die "Mitteldeutsche Zeitung"in Sachsen-Anhalt kauft. In der Hand von DuMont bleiben die beiden Regionalblätter "Kölner Stadt-Anzeiger" und "Express" (Köln).

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