Bei ProSiebenSat.1 kommt mehr als die Hälfte des Umsatzes nicht mehr aus dem TV-Werbegeschäft

05.03.2020
 

"Wir machen große Fortschritte im Bereich der digitalen und smarten Werbung mit einem Umsatzanstieg um 38 Prozent", sagt ProSiebenSat.1-Chef Max Conze im Rückblick auf das Geschäftsjahr 2019. Der Umbau zum "diversifizierten Digitalkonzern" komme gut voran. Wie sich der Gesamtumsatz entwickelt hat.

"Trotz einer Branche im Umbruch und schwieriger Rahmenbedingungen im TV-Werbemarkt haben wir es geschafft, unseren Umsatz um 3 Prozent zu steigern. Gleichzeitig kam im vergangenen Jahr mehr als die Hälfte unseres Umsatzes nicht mehr aus dem TV-Werbegeschäft", so Max Conze, Vorstandsvorsitzender von ProSiebenSat.1. "Im TV-Geschäft greift unser Fokus auf lokale Inhalte immer besser und unsere digitale Reichweite nimmt stetig zu, nicht zuletzt dank der stark gestarteten Streaming-Plattform Joyn", erklärt Conze weiter. 

Die wichtigsten Kennzahlen:

"Trotz der herausfordernden Entwicklung im TV-Werbegeschäft" steigerte der Konzern seinen Umsatz um 3 Prozent auf 4.135 Millionen Euro. Im Entertainment-Segment konnte der Konzern das Wachstum des digitalen und smarten Werbegeschäfts mit einem Plus von 38 Prozent beschleunigen, wozu auch das Addressable TV-Geschäft sowie die digitale werbefinanzierte Streaming-Plattform Joyn beitrugen. Der Fokus auf dieses Wachstumsfeld habe bereits teilweise den Rückgang der gesamten TV-Werbeerlöse kompensiert, der mit minus 5 Prozent das schwächere makroökonomische Umfeld reflektiere, heißt es bei ProSiebenSat.1.

Der um Sondereffekte bereinigte Betriebsgewinn des Medienkonzerns fiel 2019 um 14 Prozent auf 872 Millionen Euro. Grund seien hohe Investitionen in die Zukunft des Geschäfts (u.a. den Streamingdienst Joyn) und der herausfordernde TV-Werbemarkt.

Der Launch der Streaming-Plattform Joyn sei ein wichtiger Schritt gewesen, um die digitale Reichweite des Konzerns auszubauen. Ende 2019 verzeichnete Joyn laut ProSiebenSat.1 schon mehr als 7 Millionen monatliche Nutzer über alle Geräte. Um die lineare und digitale Reichweite stärker zu monetarisieren, spielt das Addressable TV-Angebot der Gruppe eine immer größere Rolle - im vergangenen Jahr strahlte ProSiebenSat.1 hier bereits mehr als 800 Kampagnen aus.

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