Ohne Wenn und Aber ein Fehler: Klaas Heufer-Umlauf entschuldigt sich für Fake

11.03.2020
 

ProSieben-Entertainer Klaas Heufer-Umlauf hat in seiner Show "Late Night Berlin" auf die Fake-Vorwürfe des NDR reagiert und für Fehler um Entschuldigung gebeten. Die Fernsehmacher hätten außer Acht gelassen, "dass die Realität weniger spannend ist als das, was wir gerne auf der Showbühne sehen."

Klaas Heufer Umlauf (36) ging in seiner Show konkret auf einen Clip über einen angeblich ertappten Berliner Fahrraddieb ein: "In dem Fall haben wir [es] deutlich so anders dargestellt, dass man es auch nicht mit so einem einfachen 'Ist ja nur Unterhaltung' wegwischen kann", sagte er. "Ich kann auch jeden verstehen, der davon enttäuscht wurde. Dafür möchte ich mich ernst gemeint und ohne jede Ironie entschuldigen. Das war ohne Wenn und Aber ein Fehler und wird so auch nicht mehr vorkommen."

Das Youtube-Format "STRG_F", das die "Panorama"-Redaktion des NDR für das Onlineangebot "funk" von ARD und ZDF produziert, hatte u.a. ProSieben-Entertainern Heufer-Umlauf vorgeworfen, in Einspielfilmen Schauspieler einzusetzen (kress.de berichtete).

Heufer-Umlauf betonte mehrmals in seiner aktuellen Show, es gehe in seinen Formaten nicht um klassischen Journalismus, sondern um Unterhaltung. "Vieles, was in Fernsehstudios passiert und vieles, was in dieser [funk-]Reportage aufgezählt wurde, ist völlig zu Recht Teil einer Inszenierung namens Entertainment, die das Ziel verfolgt, Witze möglichst gut zu erzählen, Sie zu unterhalten und abzulenken und das ist auch genau gut so. Trotzdem - und das will ich hier klar und deutlich sagen - sind wir in einzelnen Fällen über dieses Ziel hinausgeschossen."

So sei es beim Fahrraddieb gewesen: "Alles hat so schön geklappt, war so gut vorbereitet. Nur eines konnten wir wirklich nicht ahnen: Dass ausgerechnet in dieser Nacht in Berlin keiner kommt, um ein Fahrrad zu klauen. Und unserer ist dann dummerweise nochmal zurückgelaufen, weil er vergessen hatte, sich seine Gage abzuholen. Dumm."

Hintergrund: ProSieben kritisierte zuletzt in einem Statement die Recherchemethoden des NDR scharf (kress.de berichtete).

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