Topmanagerinnen in Teilzeit: Alexandra Köth und Katrin Neukamm werden SWR-Justiziarinnen

 

Der SWR unter Intendant Kai Gniffke besetzt erstmalig eine Direktorinnen-Stelle in Topmanagerinnen-Teilzeit: Alexandra Köth und Katrin Neukamm führen ab Sommer das SWR-Jusitiziariat gemeinsam. Gniffke sieht die Personalien als Signal auch an andere ARD-Anstalten.

Die beiden promovierten Juristinnen treten damit die Nachfolge des langjährigen SWR-Justiziars Hermann Eicher an, der in den Ruhestand geht. Ihre Amtzeit - jeweils in 50-prozentiger Teilzeit - wird auf fünf Jahre ausgelegt sein.

Die 47-jährige Alexandra Köth ist dem Haus bereits seit über 15 Jahren im SWR-Justitiziart verbunden. Sie studierte einst Rechtswissenschaften an den Unis Mannheim und Edinburgh. 2003 kam sie nach ihrem zweiten Staatsexamen zum SWR. In der dortigen Rechtsabteilung ist sie bislang für die juristischen Programmabnahmen, für Fragen des Arbeitsrechts sowie strategische Programmabnahmen zuständig. Außerdem betreut sie federführend den Themenbereich "Hatespeech" und die Anfeindungen gegenüber SWR-Mitarbeitern.

Katrin Neukamm, 42 Jahre alt, studierte Rechtswissenschaften in Münster und Birmingham. Sie begann ihre Karriere 2008 im Justiziarat des WDR. Dort ist sie als Referentin der Justiziarin und stellvertretenden Intendantin vor allem mit Fragen der Rundfunkfinanzierung, der Rundfunkgesetzgebung sowie des Rundfunkverfassungsrechts befasst. Seit 2016 leitet Neukamm die Abteilung Programmwirtschaft und Personal in der Programmdirektion NRW, Wissen und Kultur. Seit 2020 ist sie zudem stellvertretende Leiterin der Hauptabteilung Programmmanagement NRW, Wissen und Kultur.

Hintergrund: Der neue SWR-Intendant Kai Gniffke sieht die Personalien als Signal auch an andere ARD-Anstalten. "Bei uns sind Karriere und Familie eben miteinander vereinbar", sagte er der dpa. "Wir wollen junge Frauen und Männer ermutigen, auf diesem Weg mitzugehen." Bei seiner Wahl im vergangenen Frühjahr hatte Gniffke angekündigt, alle Führungspositionen im SWR je zu Hälfte mit Männern und Frauen zu besetzen.

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