Wie der ORF jetzt die Nachrichtenjournalisten im Sender schützt

 

Die gesicherte News-Versorgung mit zentralen Sendergesichtern wie Armin Wolf hat beim ORF oberste Priorität. Österreichs öffentlich-rechtliche Anstalt hat daher aktuell auf dem Studiogelände am Wiener Küniglberg "sendungskritische Bereiche" definiert und diese abgeschottet. 

Die Nachrichtensendungen des ORF kommen künftig aus einem Quarantäne-Studio. Dort werden Armin Wolf, vielfach preisgekrönter Moderator von "ZIB 2" sowie stellvertretender Chefredakteur der ORF-Fernsehinformationen, sowie drei seiner Moderationskollegen in einen abgeschotteten Bereich auf dem ORF-Gelände in Wien einziehen. Im Quarantäne-Studio werden sie leben und arbeiten. "Zunächst für zwei Wochen", heißt es beim ORF.

Auch für weitere "sendungskritische Bereiche" sollen rasch solche isolierte Zonen geschaffen werden, kündigte der Sender unter ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz an. Dafür werden sich weitere Kollegen in eine arbeitsbedingte Isolation zurückzuziehen; am Samstag traten beim ORF auf dem Wiener Küniglberg bereits 15 Mitarbeiter in diese freiwillige Quarantäne. ORF-Kollegen bei den Landesstudios sollen folgen.

Insgesamt geht es laut ORF um rund 180 "Schlüssel-Mitarbeiter", die die Anstalt besonders schützen möchte. Laut Wrabetz habe der Sender "gerade jetzt den Auftrag, die Österreicherinnen und Österreicher unter allen Umständen mit umfassender Information zu versorgen".

Hintergrund: Intendant des ORF ist seit 2007 Alexander Wrabetz als Generaldirektor der öffentlich-rechtlichen Anstalt. Diese hat ihren Hauptsitz in Wien und unterhält Landesstudios in den neun österreichischen Bundesländern sowie zusätzlich eines in Bozen.

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