Digitale Reichweiten der Zeitungen steigen in der Corona-Krise sprunghaft

25.03.2020
 

Die digitalen Reichweiten der Zeitungen sind um bis zu 65 Prozent angestiegen, seit das Coronavirus das Leben und die Nachrichtenlage beherrscht. Dies meldet der Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV). Weitere erfreuliche Zahlen.

Vertrauenswürdige Nachrichtenmedien wie die Zeitungen sind in der aktuellen Corona-Krisensituation wichtiger denn je - und ihre digitalen Inhalte werden stärker nachgefragt denn je, heißt es beim BDZV.

In der vergangenen Woche (16.-22.03.) haben demnach mehr als zwei Drittel (67,1 Prozent) der deutschsprachigen Bevölkerung ab 16 Jahren auf die Informationsangebote der Zeitungen im Web zugegriffen. Allein mit ihrem digitalen Angebot haben die Zeitungen damit 46,2 Millionen Menschen erreicht. Ende Januar lag die wöchentliche Reichweite noch bei 50,1 Prozent, das bedeutet ein Plus von 34 Prozent. Die überregionalen Zeitungen konnten ihre digitale Reichweite seit Ende Januar sogar um 64,8 Prozent steigern und erreichten vergangene Woche 40,2 Prozent der Deutschen beziehungsweise 27,7 Millionen Unique User. Auch bei den Kaufzeitungen hat die Nutzung um gut 33 Prozent zugelegt. Sie erreichen ein Drittel der Bevölkerung. Dies zeige eine aktuelle ZMG-Auswertung der AGOF daily digital facts, so der BDZV.

Gerade regionale Nachrichten und Informationen zur Situation am Wohnort sind für die Menschen im Moment essenziell. Das dokumentieren auch die erheblich gestiegenen Zugriffen auf die Webseiten der regionalen Abonnementzeitungen. Sie sind das am stärksten nachgefragte digitale Zeitungsangebot und haben in der vergangenen Woche 57,3 Prozent der Bevölkerung erreicht. Das entspricht 39,4 Millionen Nutzern und einem Zuwachs von 52,8 Prozent seit Januar.

"Obwohl auch die Zeitungen zur Zeit nur unter sehr erschwerten und ungewohnten Bedingungen produzieren können - fast alle Redaktionen arbeiten inzwischen aus dem Homeoffice -, zeigen diese hohen Nutzungszahlen, wie wichtig die seriöse journalistische Arbeit ist", betont der BDZV. Viele Zeitungshäuser hätten ihre Informationsangebote rund um das Thema Corona mit sorgfältigen Recherchen, Hintergrundberichten, News-Blogs, Live-Tickern, Podcasts und anderen zusätzlichen Angeboten trotz des redaktionellen Ausnahmezustands sogar noch ausgeweitet.

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