Wie Thomas Rabe die 120.000 Bertelsmann-Beschäftigten in der Corona-Krise bestärkt

27.03.2020
 

Der Vorstandsvorsitzende von Bertelsmann, Thomas Rabe, hat sich mit einem Brief an die 120.000 Beschäftigten des Konzerns gewandt. Was ihn erleichert, welche wirtschaftlichen Instrumente er in der Corona-Krise einsetzt und warum er jetzt jeden Mitarbeiter braucht.

Thomas Rabe über die Corona-Fälle bei Bertelsmann:

Trotz der Ausbreitung der Corona-Pandemie hielten sich die Fallzahlen bei den mehr als 120.000 Bertelsmann-Beschäftigten weltweit in Grenzen. "Die vielfältigen Schutz- und Präventionsmaßnahmen wirken. In den meisten Betrieben und Geschäften wird mit großem Engagement weitergearbeitet, ob vor Ort oder im Homeoffice."

... über die "starke Ausgangsposition" des Konzerns:

"Bertelsmann ist, wie Sie seit der Vorlage der Bilanz über das Geschäftsjahr 2019 am Dienstag wissen, finanziell gut gerüstet, um die Corona-Krise zu bewältigen: Der Konzernumsatz überschritt 2019 die Marke von 18 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis erzielte einen Bestwert, und das Konzernergebnis übertraf zum fünften Mal in Folge den Wert von einer Milliarde Euro. Bertelsmann ist ertragsstark und hat sehr gute Ratings. Unsere Geschäfte sind regional und nach Branchen breit gefächert. Hinzu kommt der hohe Anteil digitaler Geschäftsmodelle, die selbst unter den aktuellen Rahmenbedingungen reibungslos und stabil funktionieren."

... über wirtschaftliche Instrumente in der Corona-Krise:

"Der Vorstand hat in den vergangenen Wochen ein Bündel an Maßnahmen umgesetzt, die der Sicherung der Liquidität des Unternehmens dienen. Durch diese Maßnahmen haben wir unsere verfügbaren liquiden Mittel auf 3,5 Milliarden Euro gesteigert. Wichtig war dabei vor allem die Platzierung einer Anleihe über 750 Millionen Euro am letzten Mittwoch. Der Fokus in den nächsten Wochen liegt jetzt auf der Gegensteuerung beim Liquiditätsabfluss und bei den Kosten. Bertelsmann wird dabei alle bestehenden Instrumente prüfen und wo erforderlich einsetzen. Dazu gehört auch das Instrument der Kurzarbeit, das in einigen Bertelsmann-Unternehmen schon angewendet wird." Das alles sei notwendig, denn die Corona-Krise stelle Bertelsmann vor große Herausforderungen.

... über positive Entwicklungen:

"Viele Menschen haben ein erhöhtes Bedürfnis nach Informationen und nach Unterhaltung. Die Sender der RTL Group verzeichnen daher vielfach höhere Einschaltquoten und eine längere Sehdauer. Gruner + Jahr registriert höhere Verkaufszahlen und Neu-Abos für seine Magazine. Penguin Random House meldet einen steigenden Bedarf an Büchern, insbesondere in digitalen Formaten, BMG eine stärkere Nutzung von Musikstreaming. Bei Arvato wächst die Nachfrage nach Dienstleistungen in einigen Branchen, bei der Bertelsmann Education Group diejenige nach Online-Learning-Angeboten."

... über die Bedeutung der Bertelsmann-Medien für die Gesellschaft:

"Dass unsere Medien derzeit so gefragt sind, zeigt einmal mehr, welch zentrale Rolle sie in unseren Gesellschaften spielen. Sie informieren glaubwürdig und unterhalten Millionen von Menschen, die sich zur Eindämmung des Corona-Virus nie dagewesenen Einschnitten in ihr Privat- und Berufsleben ausgesetzt sehen. Unsere Medien berichten, klären auf, ordnen ein und bilden die Meinungsvielfalt in unserer Gesellschaft ab. Das ist wichtig, im Kampf gegen Fake-News und Unsicherheit. Medien sind damit gerade in Krisensituationen wie diesen ein integraler, unverzichtbarer und notwendiger Bestandteil unseres Systems."

Thomas Rabes Appel an jeden einzelnen: "Sie sehen, dass Bertelsmann bestmöglich vorbereitet ist; aber die nächste Zeit wird von hohen Unsicherheiten geprägt sein, mit denen wir alle umgehen müssen. Ich bitte Sie, dazu weiter Ihren persönlichen Beitrag zu leisten."

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