Große Chance für Digitalisierung des Geschäftsmodells: Zeit Online verdoppelt Reichweite und Digitalabos

06.04.2020
 

"An manchen Tagen verzeichneten wir das Dreifache der sonst üblichen Abrufe", sagt Jochen Wegner, Chefredakteur von Zeit Online. Welche Chancen sich in der Corona-Krise für das Medienangebot ergeben und welche Themen Abos generieren.

Die Reichweite von Zeit Online hat sich im Zuge der Corona-Krise im vergangenen März nahezu verdoppelt. Mit 144,8 Millionen Besuchen (Visits) lag das Online-Angebot der Zeit 91 Prozent über dem Wert des März 2019. Dabei stiegen die mobilen Abrufe in den Homeoffice-Zeiten überproportional um 120 Prozent. Die Zahl der neuen digitalen Abos verdoppelte sich gegenüber dem letzten Rekordmonat, Dezember 2019: Mehr als 20.000 Leserinnen und Leser schlossen im März 2020 ein Probe-Abonnement ab.

"An manchen Tagen verzeichneten wir das Dreifache der sonst üblichen Abrufe", sagt Jochen Wegner, Chefredakteur von Zeit Online. "Unsere Leserinnen und Leser interessieren sich derzeit natürlich besonders für eine möglichst fundierte Einschätzung der Lage durch unsere Wissenschafts- und Datenjournalistinnen und -journalisten."

So seien die aktuellen Karten und Statistiken zu den Corona-Fällen in Deutschland, für die Zeit Online mehrfach täglich die Daten aus 401 Stadt- und Landkreisen sammele, jeden Tag auf Platz 1 der Lesercharts. Besonders beliebt bei Abonnentinnen und Abonnenten sind laut Wegner in den Zeiten von Corona auch lebensweltliche Themen - eine neu gestartete Serie zum Laufen etwa habe bereits mehrere tausende neue Abonnements. generiert.

"Das Engagement der neuen Abonnentinnen und Abonnenten hat große Priorität und wird durch verschiedene Maßnahmen weiter gesteigert", betont Christian Röpke, Chief Digital Officer der Zeit Verlagsgruppe und Geschäftsführer von Zeit Online. "Wir arbeiten kontinuierlich daran, das beste Nutzungserlebnis auf Zeit Online zu bieten und sie damit so eng wie möglich an uns zu binden." Die wachsende Zahl der Abonnentinnen und Abonnenten stellt für Röpke eine große Chance für die Digitalisierung des Geschäftsmodells der Zeit Verlagsgruppe dar.

Per Ende März belief sich die Summe der Digital-Abos auf 145.000.

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