Fred Kogel steigt mit Leonine als Direktanbieter in den Streaming-Markt ein

 

Die Geschäftsaktivitäten von Leonine unter der Führung von CEO Fred Kogel werden immer konkreter: Mit drei Film- und Serien-Diensten tritt das neue Münchner Medienunternehmen nun als eigenständiger SVOD-Anbieter auf.

Damit betritt der ehemalige Sat.1-Geschäftsführer sowie Constantin-Medien-Vorstandsvorssitzender Kogel, der das Unternehmen Leonine aus dem Zusammenschluss der ehemaligen Tele München Gruppe, Universum Film, i&u TV sowie Wiedemann & Berg in den vergangenen Monaten in München zusammengezimmert hat, den Markt von Platzhirschen wie Netflix, Amazon Prime, TVNow und Joyn. Leonine erschließt sich neue Vertriebswege.

An den Start gehen die drei künftig eigenständigen Angebote Home of Horror (ab 1. Mai), Filmtastic (ab 1. Juli) sowie Arthouse CNMA (ab 1. August) gestaffelt. Bislang waren sie im Programmangebot von Amazon Channels verfügbar. Nun sollen sie über eigene Webseiten sowie auch über Apps für iOS- und Android-Endgeräte direkt zum Abonnement zur Verfügung stehen. 

Bei der Vermarktung setzen die drei Streaming-Dienste auf ein möglichst unverbindliches Reinschnupper-Angebot für potenzielle Abonnenten. Interessierte Kunden können sich ohne Anmeldung einen ersten Eindruck von den Filmen und Serien machen. Erst wenn ein erstes Video abgespielt werden soll, muss man ein 14-tägiges kostenlose Probe-Abo abschließen. Danach kostet das Abo 3,99 Euro im Monat und ist jederzeit kündbar. Es kann auf bis zu fünf Endgeräten genutzt werden.

Inhaltlich setzt "Home of Horror" auf Horror-Serien wie "Slasher" oder "Escape Room - Das Spiel geht weiter", aber auch Film-Klassiker wie die "Scream"-Reihe. Wöchentlich sollen jeweils bis zu fünf neue Titel hinzukommen. Sukzessive sollen es rund 500 Filme und Serien werden.

Ab 1. Juli geht Filmtastic mit einer Auswahl an Kinofilmen wie "Aviator", "Rush - Alles für den Sieg", modernen Klassikern wie "Pulp Fiction" und "Sin City" in den Apple-App-Store oder im Google-Play-Store an den Start. Hier soll eine Sammlung von rund 250 Filmen und Seien mit bis zu drei neuen Titeln wöchentlich entstehen.

Arthouse CNMA versteht sich als Streaming-Service für den "besonderen Film" mit Independent- und Autoren-Werken wie "Die fabelhafte Welt der Amelie", "The Artist" oder "Gangs of New York". Insgesamt sollen es rund 350 Titel werden, mit wöchentlich drei Neuzugängen.

"Aufgrund des Erfolgs unserer Streaming-Services auf den bisherigen Plattformen und der stetig steigenden Abonnenten-Zahlen sind wir den nächsten logischen Schritt in der Entwicklung unserer Streaming-Angebote gegangen", sagt Danny Humphreys, Director Digital Sales & Development bei Leonine, zu dem Schrittt, der nun über die Amazon Channels hinausgeht.

Hintergrund: Leonine versteht sich als unabhängiges deutsches Medienunternehmen, das auf die drei Geschäftsfelder Leonine Production, Leonine Distribution und Leonine Licensing setzt und damit die gesamte Wertschöpfungskette des Filmgeschäfts abdecken will. CEO ist Fred Kogel.

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