Burda-Vorstand Philipp Welte: Ein neues Zeitalter hat begonnen

27.04.2020
 

Philipp Welte, Vorstand der Hubert Burda Media, sieht den Medien auf dem Weg "zurück ins pulsierende Leben und damit in die Zukunft" eine Schlüsselrolle zukommen. Warum Welte jetzt optimistisch ist.

"Wenn in ein paar Tagen die Regierungen in Bund und Ländern die restriktiven Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie lockern, werden wir erleben, wie sehr sich unsere Welt gewandelt hat", schreibt Philipp Welte in einem Kommentar im aktuellen Focus. Ein neues Zeitalter habe begonnen.

Für Welte muss der Mai 2020 eine "historische" Schlüsselrolle für unsere Nation übernehmen. "Wir stehen als Gesellschaft und als Volkswirtschaft vor einer Jahrhundertaufgabe: jener, unser Land, unsere Ökonomie aus der mit Sicherheit überlebensnotwendigen Rückenlage wieder auf die Beine zu bekommen." "Wie aber schaffen wir es, das engmaschige Gefüge aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft wieder in eine Vorwärtsbewegung zu bringen und uns kraftvoll in die Zukunft zu bewegen?", fragt Welte.

Der Burda-Vorstand sieht den Medien auf diesem Weg zurück eine Schlüsselrolle zukommen: "Die letzten Wochen haben gezeigt, wie sehr die Menschen in Deutschland dem Journalismus der Verlage vertrauen. Das Bedürfnis nach nachhaltig präziser Information, nach verlässlichem Service genauso wie nach journalistischer Unterhaltung ist dynamisch gestiegen, und es bestätigt die Arbeit unserer Verlage und Redaktionen."

Welte verweist auf eine aktuelle Analyse der Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse, die für Publikumszeitschriften einen Reichweitensprung von 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zeigt. Eine Umfrage von YouGov bestätige, dass 69 Prozent der Menschen sich auf klassische Medien verlassen, nur drei Prozent geben soziale Medien als Informationsquelle ihrer Wahl an.

Genau darauf beruhe sein Optimismus, unterstreicht Welte im Focus: "Dass die Menschen die Bedeutung des Journalismus der Verlage in diesen Wochen der Unsicherheit durch ihre Mediennutzung eindrucksvoll unterstreichen. Unsere publizistische Arbeit ist also im engsten Sinne systemrelevant - sie hat hohe Relevanz für die Menschen."

Welte ist davon überzeugt, "dass wir gestärkt aus dieser Krise hervorgehen können - wenn wir sie nicht als Bedrohung wahrnehmen, sondern als Option, neugierig nach vorne zu schauen, Dinge anders anzugehen".

Aufgabe der Medien sei es, die Diskussion über die Zukunft Deutschlands konstruktiv und mit gesundem Optimismus in die Gesellschaft hineinzutragen. Jede Krise sei eine Chance für innovatives Denken, und die Zukunft gehöre denen, die Lust haben, sie zu gestalten: "kreativ, kooperativ und kraftvoll".

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