Corona und der Arbeitsmarkt: Wie finde ich jetzt schnell wieder einen Job?

06.05.2020
 

Die Corona-Krise und die Folgen für den Arbeitsmarkt: Der PR Report hat führende Headhunter wie Gabriele Kaminski gefragt, was sie empfehlen, wenn es hart auf hart kommen sollte.

PR Report: Wie finden Kommunikatoren, die arbeitslos werden oder geworden sind, schnell einen Job?

Gabriele Kaminski (GK): Natürlich empfehle ich, sich regelmäßig mit den jeweils relevanten Personalberatern auszutauschen. Schließlich gehört ein Überblick über die Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt und den damit verbundenen Chancen und Risiken zu unserem Kerngeschäft. Initiativ- und Blindbewerbungen können zudem Chancen für Arbeitsuchende bieten. So können sie sich bei einem besonders interessanten Unternehmen vorstellen und sich einen Vorsprung vor anderen Bewerbern sichern. Außerdem ist unbedingt zu empfehlen, in Krisenzeiten das persönliche Netzwerk zu nutzen. Gute Kontakte zu ehemaligen Kollegen sowie zu Kommunikatoren und Personalern aus der Branche können der schnellste Weg zu einer neuen Position sein.
 
Philip Müller (PRCC): Schauen, wo ihre Kompetenzen gebraucht werden. Prüfen, was sie dazulernen und wo sie sich umstellen sollten. Das eigene Netzwerk aktivieren. Und: Hilfe annehmen. Es kann sich lohnen, ein Coaching oder ein Outplacement in Anspruch zu nehmen, am besten bei einem spezialisierten Anbieter.
 
Ulrich Schuhmann (Schuhmann Personalberatung): Es wird nicht verkehrt sein, definierte "Muss"-Anforderungen an einen neuen Job zu hinterfragen: Welche Kriterien sind für mich ein No-Go, wo kann ich mich flexibel zeigen? Das betrifft nicht nur Rahmenbedingungen wie Gehalt oder Ort, sondern auch Branchen, Aufgabenfelder, Teamführung, Schreibtischseiten und so weiter. Der Arbeitsmarkt wird vermutlich auf absehbare Zeit kein Wunschkonzert sein.

Wie bleibt man als Kommunikationsprofi trotz Arbeitslosigkeit attraktiv?

Kaminski: Es gilt, nicht untätig zu bleiben. Beispielsweise können Fort- und Weiterbildungen in Bereichen wie Krisen- und Veränderungskommunikation oder in puncto Digitalkompetenz ein Profil für einen potenziellen Arbeitgeber attraktiv machen. Auch stärkt die Positionierung via Linkedin und Xing die Sichtbarkeit und schärft das Profil für spezifische Suchen.
 
Müller: Viele Führungskräfte sind plötzlich in einer ungewohnten Rolle: Eben waren sie noch Vorbilder, Wegweiser, Coaches - nun sind sie auf Hilfe angewiesen. Die sollte man sich dann auch suchen und annehmen, von Freunden, Branchenkollegen oder Beratern. Attraktiv bleibt man durch gezielte Aktivität: Netzwerk pflegen, im Austausch bleiben, Qualifizierungslücken schließen. Und indem man - so schwierig es gerade jetzt sein mag - souverän bleibt.
 
Schuhmann: Arbeitslosigkeit führte schon in früheren Krisen nicht automatisch zum Verlust an Attraktivität. Sie ist meist nachvollziehbar und gut zu begründen. Versuchen Sie, weiter aktiv zu bleiben. Nutzen Sie Ihr Netzwerk. Vielleicht ergibt sich daraus eine freiberufliche oder interimistische Mitarbeit. Vielleicht ist dies auch der richtige Moment für eine schon länger geplante Zusatzausbildung oder Weiterqualifizierung.

Wie wirkt sich die Corona-Krise auf die Gehälter aus? Soll ich jetzt den Job wechseln? Wo gibt es die besten Chancen auf neue Jobs? Welche Profile bleiben in der Krise gefragt?

...

Sie möchten weiterlesen? Im aktuellen PR Report ("Das Virus und wir") beantworten die Personalberater auch diese Fragen. Sie können das Magazin in unserem Online-Shop bestellen.

Der PR Report erscheint wie kress.de im Medienfachverlag Oberauer. Chefredakteur ist Daniel Neuen.

Sie möchten Konstruktives über die Medien und Corona, exklusive Storys und aktuelle Personalien lesen? Dann bestellen Sie bitte unseren kostenlosen kressexpress. Jetzt für den täglichen Newsletter anmelden.

Ihre Kommentare
Kopf
Kress Pro Magazin
2020/#03

Lesen Sie im aktuellen kress pro, dem Magazin für Führungskräfte bei Medien: Was Deutschlands erfahrenster Medienberater Rolf-Dieter Lafrenz jetzt empfiehlt. Dazu: Was die Corona-Krise für die Medienbranche bedeutet.

Kressköpfe dieses Artikels
  • Noch kein kresskopf?

    Logo
    Dann registrieren Sie sich kostenlos auf kress.
    Registrieren
Kress Pro Magazin
2020/#03

Lesen Sie im aktuellen kress pro, dem Magazin für Führungskräfte bei Medien: Was Deutschlands erfahrenster Medienberater Rolf-Dieter Lafrenz jetzt empfiehlt. Dazu: Was die Corona-Krise für die Medienbranche bedeutet.

Inhalt konnte nicht geladen werden.