ProSiebenSat.1-Chef Rainer Beaujean hofft: Das vierte Quartal könnte besonders stark verlaufen

08.05.2020
 

Die ersten Werbekunden der TV-Gruppe kommen zurück. Der Durchbruch sei das aber noch nicht, meint ProSiebenSat.1-Chef Rainer Beaujean. Was dem neuen Lenker der Sendergruppe Hoffnung macht.

Die private Sendergruppe ProSiebensat.1 stellt sich auf einen weiteren schwierigen Monat ein. Der Mai könnte ähnlich verlaufen wie der April, sagt der neue Chef, Rainer Beaujean, dem Handelsblatt. Im Vormonat seien die Werbeumsätze des Medienkonzerns um 40 Prozent eingebrochen.

Die ersten Kunden würden zwar wieder zusätzliche Spots buchen, so Beujean. Von Durchbruch will der Manager aber noch nicht sprechen. "Viel hängt jetzt davon ab, wie die Öffnungsphase verläuft." Wie es im Juni laufe, sei daher jetzt noch überhaupt nicht vorherzusagen. Was Beaujean Hoffnung macht: "Viele Buchungen wurden nicht storniert, sondern lediglich verschoben". Es könne daher sein, dass das vierte Quartal dieses Jahr besonders stark verlaufe, so der ProSiebenSat.1-Lenker im Handelsblatt.

Sollte das Geschäft stärker einbrechen, will Beaujean seinen Sparkurs verschärfen: "Noch brauchen wir die Kurzarbeit im Kerngeschäft nicht. Aber wir haben den Rahmen dafür verhandelt und könnten jederzeit damit loslegen."

Zur Person: Rainer Beaujean führt ProSiebenSat.1 seit Ende März. Er löste Max Conze an der Spitze der Sendergruppe ab. Erst vor knapp einem Jahr kam Beaujean als Finanzvorstand in die ProSiebenSat.1-Zentrale nach Unterföhring. Beaujeans Versprechen zum Amtsantritt: Pro Sieben Sat 1 werde sich stärker auf sein Kerngeschäft konzentrieren: das Entertainment.

Beaujean wechselte vom börsennotierten Verpackungshersteller Gerresheimer zu ProSiebenSat.1, bei dem er seit 2012 als Finanzvorstand und auch als Vorstandsprecher tätig war. Erste Medienerfahrung sammelte  Beaujean als Vorstand und späterer Vorstandsvorsitzender des Internet-Anbieters T-Online.

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