Wie findet die Branche Steingarts Newsletter?

 

Zuletzt gab es für Gabor Steingart immer mehr Gegenwind aus der Medienbranche. Besonders Jan-Eric Peters, lange für Steingarts Media Pioneer-Investor Axel Springer im Einsatz, tat sich dabei hervor. Aus der aktuellen kress pro-Kolumne von Chefredakteur Markus Wiegand.

Bisher begleitete Gabor Steingart mit seinem Projekt Media Pioneer ja eine warme Welle des Wohlwollens in der Medienszene. Motto: Endlich wagt mal einer was!

Diese Sympathien haben wegen seiner wankelmütig-boulevardesken Corona-Berichterstattung allerdings deutlich gelitten. Es setzte zuletzt Schüsse vor den Bug.

Interessanterweise tat sich dabei Jan-Eric Peters besonders hervor, der lange für Steingarts Investor Axel Springer arbeitete und im Juni nach einem Sabbatical zu Springer zurückkehren soll. Jedenfalls wurde das im vergangenen Jahr so kommuniziert.

Als Steingart in der Frage der Eurobonds eine Einheitsfront in den deutschen Medien ortete, schrieb Peters auf Facebook und Twitter: „Seine Fregatte ist noch gar nicht ausgelaufen, da ballert der Fähnrich zur Spree schon mal ein bisschen um sich. Aber was da so knallt, lieber Gabor Steingart, sind bloß Fehlzündungen.

Anschließend bekam Peters viel Zustimmung in den sozialen Medien, auch von zahlreichen Führungskräften. Als Steingart Merkel als „Mutti“ bezeichnete, fragte Peters: „Findet das eigentlich irgendjemand außer Gabor Steingart noch witzig? #Altherrenschenkelklopffraktion.“

Wieder: Breite Zustimmung unter vielen Medienmachern. Zeit-Geschäftsführer Rainer Esser kommentierte: „Niemand findet das noch lustig!“ Esser galt allerdings noch nie als besonderer Anhänger von Steingart.

Die Peters-Kritik legt einen Schwachpunkt in Steingarts Strategie offen. Um ein Alleinstellungsmerkmal zu schaffen, muss sich Steingart von den Etablierten abgrenzen. Und das ist oft ziemlich schwer, weil es in der breit gefächerten Medienszene schon fast alles gibt. Neu bei Steingart ist eigentlich nicht der Inhalt, sondern die Ausspielung über neue Formate (wie Newsletter und Podcast).

Neben Steingart widmet sich Markus Wiegand in seiner kress pro-Kolumne auch diesen Fragen: Rabe, Döpfner - oder Zeiler: Wer ist der wichtigste Manager? Warum verschleißt die NWZ ihre Chefredakteure? Verkauft das Handelsblatt seine Fachmedien?

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kress pro - das Magazin für Führungskräfte in Medien - erscheint wie kress.de im Medienfachverlag Oberauer. Chefredakteur ist Markus Wiegand.

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