Podcast-Vermarktung: Julep lanciert Eigenproduktionen und angelt sich Burda

 

Viele Medienhäuser starten Podcasts, um digitalaffine Nutzer zu erreichen. Doch die Monetarisierung erweist sich oft als schwierig. kress pro zeigt im aktuellen Heft drei Ansätze, wie Publisher und Vermarkter Werbekunden gewinnen wollen.

Das Angebot an Podcasts explodiert, nicht aber deren Werbeumsatz. So ist die Zahl der deutschsprachigen Audio-Konserven bei Spotify innerhalb von zwei Jahren von 2000 bis 30.000 gestiegen. Nach Branchenschätzungen haben die Podcast-Publisher in Deutschland im Jahr 2019 aber nur rund zehn Mio. Euro mit Werbung erlöst. Für das Gros der Anbieter blieben also kaum mehr als die berühmten lousy pennies, sofern sie überhaupt eine Monetarisierung anstreben. Wenn Podcasts eine Zukunft haben wollen, müssen sie ihr Erlöspotenzial deshalb besser als bisher ausschöpfen. Wie das funktionieren kann, zeigt kress pro in seiner aktuellen Ausgabe anhand verschiedener Fallbeispiele.

Eines nimmt das Münchner Start-Up Julep ins Visier. Gegründet wurde es von Medienprofis um den Ex-Pro-Sieben-Vorstand Marcus Englert. Seit März ist es im Markt. Das Ziel des B-to-B-Anbieters ist es, möglichst viele kleinere Podcasts zu aggregieren und diesen durch die Bündelung von Inventar zu auskömmlichen Werbeerlösen zu verhelfen. Auf seiner Plattform bündelt das Julep inzwischen über 100 Podcaster, Tendenz steigend. "Plattform-Ökonomie und Skalierbarkeit - darum geht es bei der Aggregation von vielen Mid- und Longtail-Podcastern", hebt Steffen Hopf, Chef des Vermarkters Julep Media, gegenüber "kress pro" hervor. Darüber hinaus hilft Julep den Publishern auch bei der Podcast-Produktion, der Distribution und der Datenanalyse.

Mandanten sucht der Neuling vor allem in der Medien- und Verlagswelt. So hat Julep Media nach Sport 1 gerade Burda als Partner für die Zweitvermarktung an Land gezogen. Insgesamt vier Podcasts des Medienkonzerns sollen sukzessive in das Julep-Portfolio integriert werden. Den Anfang machen "Bunte Menschen" (Bunte) und "Schlagergeflüster". Mit weiteren Medienhäusern ist Julep nach eigenen Angaben im Gespräch. Die Podcast-Spezialisten wollen aber nicht nur anderen Publishern helfen, sondern auch selbst inhaltliche Akzente in Form von Eigenproduktionen setzen. Den Anfang machten sie testweise mit "Alte Märchen", einem Podcast, der Kindern Grimms Märchen rund um Frau Holle und Aschenputtel erzählt. Weil das gut ankam, traute sich Julep Studio Mitte Mai an zwei weitere exklusive Podcasts. Die "Schwarze Akte" will wöchentlich mit mysteriösen Kriminalfällen im Mode-Genre True Crime punkten. "Wie war dein Date?" bringt Paarungswilligen wöchentlich die Spanne der Kennlernerfahrungen näher, vom lustigen Sex-Abenteuer bis zum Horror-Date.

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