Vom Drosten-Effekt und einer neuen Offenheit: Beschert Corona der Kommunikation einen neuen Kommunikationstypus?

03.06.2020
 

In Interviews, durchgeführt von den Marktpsychologen von A&B One, berichten Kommunikationsverantwortliche von ihren Erfahrungen aus der Corona-Krise. Wie diese auf maßgebliche Veränderungen in der Kommunikationslandschaft hindeuten.

"Offensichtlich und unaufhaltsam ist das Corona-bedingte Voranschreiten der digitalen Evolution. Die Arbeit verändert sich radikal, die Kommunikation profitiert enorm von der Digitalisierung. Instrumente, die oft noch im Pilotstadium waren, sind nun erfolgskritisch und in der neuen Normalität unverzichtbar", heißt es in der Studie der Kommunikationsagentur A&B One. Die Akteure schilderten den Shutdown zudem als eine Disruption im Sozialen, mit vielen ermutigenden Erfahrungen: konstruktive Solidarität bei der Krisenbewältigung, Entschlossenheit und Pragmatismus, neue Wertschätzung für systemrelevante Akteure und wachsende Bedeutung menschlicher Fragen in der Kommunikation nach innen und außen.

Der Drosten-Effekt schafft einen neuen Kommunikationsstil…

Die Reputation der neuen Experten zeigt, so die Studie weiter, dass Zeit ist für eine neue kommunikative Tonalität: "Eine Tonalität, die dem Ernst der Lage gerecht wird, die hierarchieübergreifend Problemlösungen fördert und stets menschlich bleibt. Eine Kommunikation, die durch eine neue Offenheit, durch die Verbindung von Expertise und Empathie, von Dynamik und Fehlerkultur Vertrauen aufbauen und Verständnis schaffen kann für den Umgang mit komplexen Herausforderungen – z. B. auch im Klimawandel."

…und einen neuen Kommunikationstypus?

Möglicherweise entsteht laut der A&B One-Expertenbefragung in Folge der Corona-Erfahrungen ein neuer Typus in der professionellen Kommunikation: der/die kommunikative Spezialist*in: "Er oder sie tritt neben die etablierten Akteure, also Top-Führungskräfte und Sprecher*innen. Die neue, konstante Rolle gewinnt mehr Gewicht als die üblichen Expert*innen durch fachliche Autorität, Vermittlungskompetenz, Verantwortlichkeit und Nahbarkeit."

Hintergrund: Im Rahmen der Expertenbefragung hat A&B One 20 qualitative Interviews mit Kommunikationsverantwortlichen aus vorwiegend systemrelevanten Bereichen geführt (Politik und Verwaltung, Gesundheitswesen, Einzelhandel, Bildung und Soziales, Finanzendienstleistungen, Verkehr und Logistik). Die meist einstündigen Gespräche fanden im Mai 2020 statt, also parallel zur Lockerung des Shutdown. Weitere Informationen zur Studie gibt es hier: www.a-b-one.de/referenzen/alle/corona.html

Die 1993 gegründete Agentur A&B One beschäftigt insgesamt 65 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den Standorten Berlin und Frankfurt am Main. Rupert Ahrens ist geschäftsführender Gesellschafter und Vorsitzender der Geschäftsführung von A&B One.

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