Roland Tichy macht Ex-Focus-Redakteur Alexander Wendt zum Leiter Politik

24.06.2020
 

Das Monatsmagazin Tichys Einblick hat seine Redaktion erneut mit einem renommierten Journalisten verstärkt: Der langjährige Focus-Autor Alexander Wendt wird ab sofort verantwortlicher Redakteur für Titel und Politikstrecke der Printausgabe von Tichys Einblick. Was Roland Tichy mit dem Neuzugang vorhat.

Alexander Wendt, der auch für Titel wie die Welt, den stern, Tagesspiegel und die WirtschaftsWoche gearbeitet hat, wird zudem Essays und aktuelle Berichte für die Online-Ausgabe von Tichys Einblick schreiben. Mit dem in Leipzig geborenen Journalisten wächst die Redaktion des Magazins, das im Münchner Finanzen Verlag erscheint, auf zwölf feste Redakteure.

"Alexander Wendt hat schon als freier Autor hohe journalistische Kompetenz bewiesen", so Chefredakteur Roland Tichy. "Wendt stärkt mit seiner Erfahrung unsere Kompetenz für investigative und exklusive Beiträge und große Interviews."

Für seine journalistische Arbeit wurde der in München arbeitende Wendt mit dem Axel-Springer-Preis, dem Gerhard-Löwenthal-Preis und dem Medienpreis der Deutschen Gesellschaft für Mann und Gesundheit ausgezeichnet. Erst im November vergangenen Jahres hatte Blattgründer Roland Tichy auch den Handelsblatt- und Wirtschaftswoche-Redakteur Ferdinand Knauß zu Tichys Einblick geholt (kress.de berichtete).

"Tichys Einblick vereint Journalisten, die sich durch hohe Fachkompetenz auszeichnen und sich den eigenen Blick bewahrt haben", so Roland Tichy. "Wir erlauben uns eine eigene Meinung, weil wir nicht der Regierung, sondern unseren Lesern gefallen wollen." Und dazu gehöre es auch, die "Rolle der Presse als Kontrolleur der Mächtigen wahrzunehmen, wie das einst der Spiegel als seine zentrale Rolle sah".

Zur Person: Alexander Wendt (53) wuchs in der DDR auf und arbeitete von 1995 bis 2019 als Redakteur, stellvertretender Ressortleiter und Autor für den Focus. Er prägte das Magazin durch zahlreiche Titelgeschichten mit. Wendt beschäftigte sich als Buchautor schon 2014 in seinem Buch "Der grüne Blackout" mit der Fehlentwicklung der Energiewende. Zum Thema Depression schrieb er 2016 das Buch "Du Miststück. Meine Depression und ich" (S. Fischer). Mit bewusstseinsverändernden Substanzen und künstlicher Intelligenz beschäftigte sich Wendt in seinem Buch "Kristall" (Klett-Cotta, 2018). 2017 gründete der Journalist zudem das Online-Magazin Publico.

Auch in der Kultur ist Alexander Wendt engagiert. 2003 gründete er die Galerie "Quartier" in Leipzig, die vor allem Künstlern aus dem Raum Leipzig und Dresden Ausstellungsmöglichkeiten bietet. Bis 2010 leitete er die Galerie. Ebenfalls in Leipzig gehörte Wendt als ehrenamtlicher Pressesprecher des Pauliner-Vereins zu den Bürgern, die sich erfolgreich für den Wiederaufbau der 1968 gesprengten Universitätskirche einsetzten.

Hintergrund: Tichys Einblick wurde 2016 von Roland Tichy gegründet. Tichy war viele Jahre lang Chefredakteur der Magazine Impulse, Euro und der WirschaftsWoche sowie stv. Chefredakteur von Capital. Tichys Einblick erreicht bei einem Heftpreis von 8,90 Euro eine verkaufte Auflage von aktuell 18.800 Exemplaren. Das Onlineportal erreicht monatlich vier Millionen Visits und neun Millionen Pageimpressions.

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