Nach Drohungen: taz-Redaktion sucht Schutz der Polizei

29.06.2020
 

Die umstrittene Kolumne in der "taz", "All cops are berufsunfähig", zieht weitere Diskussionskreise. Die Redaktion wendet sich nun selbst an die Polizei und bittet um Hilfe.

Die Redaktion der "taz" hat wegen Drohungen gegen die Autorin der umstrittenen "taz"-Kolumne "All cops are berufsunfähig" die Unterstützung der Polizei gesucht. Dies berichtet die "Welt". Sowohl die Autorin Hengameh Yaghoobifarah als auch die Zeitungsredaktion hätten Drohungen in Bezug auf die Kolumne erhalten, bestätigte die stellvertretende Chefredakteurin Katrin Gottschalk der Axel-Springer-Zeitung "Welt".

Die Bitte um ein Beratungs- und Sicherheitsgespräch bei der Berliner Polizei sei aber von der Redaktion selbst ausgegangen, nicht von Yaghoobifarah. Dies hatte das Nachrichtenmagazin "Focus" am Sonntag berichtet und sich dabei auf Informationen aus Berliner Polizeikreisen bezogen. In der Redaktion seien schon vor Tagen zahlreiche Telefonate und E-Mails eingegangen, von denen einige als direkte Gefährdung für das körperliche Wohl der Journalistin eingestuft werden könnten, heißt es in der "Welt".

Dass sich in Berlin Polizisten des benachbarten Reviers nahe der "taz"-Büroräume um die Sicherheit der Redaktion kümmerten, habe aber nichts mit den aktuellen Drohungen zu tun, stellte die stellvertretende Chefredakteurin Katrin Gottschalk in der "Welt" klar. Es handle sich hier um übliche Sicherheitsmaßnahmen, die auch für andere Medienhäuser in Berlin vorgenommen werden.

Lese-Tipp: Was Bundesinnenminister Horst Seehofer zur taz-Kolumne erklärte, was taz-Chefredakteurin Barbara Junge sagt und was Kai Diekmann meint.

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