Reinhard Scolik bleibt bis zu seinem Ruhestand BR-Programmdirektor

 

Reinhard Scolik, der starke Mann weitreichender inhaltlicher Entscheidungen beim Bayerischen Rundfunk, bleibt am Drücker: Der BR-Rundfunkrat hat für den Direktor der Programmdirektion Kultur die Amtszeit bis zum 30. September 2024 verlängert - zusammen mit drei weiteren Top-Managern der Anstalt.

Seit März 2016 ist der gebürtige Österreicher, der lange in ORF-Diensten stand, in München für die Programmbereiche BR Fernsehen, ARD-alpha, 3sat, die Bereiche Spiel - Film - Serie, Wissen und Bildung, Kultur sowie Unterhaltung und Heimat zuständig. Außerdem trägt der promovierte Jurist Reinhard Scolik die Fachaufsicht für die Kultur- und Unterhaltungsangebote der Studios Franken und leitet die ARD-Koordination Wissen, Kultur, Musik und Religion.

Zuletzt wurde mit der Umstrukturierung der BR-Programmdirektionen der Verantwortungsbereich des 61-Jährigen um die neue medienübergreifende Programmdirektion Kultur sowie die Programmbereiche Bayern 2, BR-Klassik und die Klangkörper des Bayerischen Rundfunks erweitert.

Die neue Amtsperiode von Reinhard Scolik wird vom 1. März nächsten Jahres dann bis zum 30. September 2024 reichen, wenn er in den Ruhestand wechseln wird.

Ebenfalls in seiner jüngsten Sitzung hat der Rundfunkrat weitere Entscheidung über folgende Top-Personalien getroffen: Sabine Mader, die stellvertretende Justiziarin des BR, wird für weitere fünf Jahre - wie schon seit 2016 - das Amt der Jugendschutzbeauftragten übernehmen. Das Mandat der promovierten Juristin, die aktuell 47 Jahre alt ist, reicht dann bis Ende Dezember 2025.

Als Leiter der Hauptabteilung Intendanz des BR wurde Stefan Wittich bestätigt. Im Zuständigkeitsbereich des 58-Jährigen liegt unter anderem die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, die Medienpolitik, der Bereich ARD-Angelegenheiten, die Unternehmenskommunikation, Marketing, Events sowie die journalistische Ausbildung. Der Diplomkaufmann wird mit Segen des BR-Rundfunkrats ebenfalls bis Ende Dezember 2025 im Amt bleiben.

Schließlich wurde auch der Vertrag mit Frank Lott verlängert - bis Ende Dezember 2025. Er leitet wie bislang die Hauptabteilung Planung in der Produktions- und Technikdirektion. Dem 49-jährigen Diplomingenieur kommt BR-intern damit eine Schlüsselrolle beim von BR-Intendant Ulrich Wilhelm forcierten sogenannten trimedialen Umbau der Anstalt zu.

Hintergrund: Ulrich Wilhelm, Intendant des BR seit Februar 2011 und 2018 sowie 2019 zwei Jahre lang auch Vorsitzender der ARD, hatte zuletzt angekündigt, dass er nicht für eine weitere Amtszeit kandidieren wird (kress.de berichtete). Für seine Nachfolge ab Februar nächsten Jahres wird von verschiedenen Seiten mit Nachdruck die Berufung einer weiblichen Führungskraft ins Spiel gebracht.

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