Sonntagsausgabe kommt schon am Samstag: FAZ testet frühere Zustellung der FAS

 

Die FAZ will ihre Sonntagsausgabe FAS in zwei Städten testweise schon am Samstag zustellen lassen. Das Pilotprojekt soll Anfang August beginnen. Was die Testgebiete sind.

Die FAZ will die frühere Zustellung ihrer Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung nach Informationen der Süddeutschen Zeitung zunächst in Mannheim und Koblenz testen. Sollte sich der Test bewähren, könnten künftig weitere Teile der Auflage auf den Samstag vorgezogen werden, heißt es in einem Beitrag in eigener Sache, der am Samstag in der FAZ erschienen ist.

Mit dem Test reagiert FAZ-Geschäftsführer Thomas Lindner auf die steigenden Kosten und zunehmenden Probleme bei der Zustellung am Sonntag. Ein Wechsel auf den Samstag ist vor diesem Hintergrund naheliegend: So hat die Süddeutsche Zeitung ihre Wochenendausgabe wegen der Zustellungsproblematik von vornherein auf den Samstag verlegt und seinerzeit auf den Start einer eigenständigen Sonntagszeitung ganz verzichtet. Die FAS hatte im ersten Quartal 2020 eine Auflage von knapp 222.000 verkauften Exemplaren. Das bedeutet ein Minus von sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr.

55.400 "F+"-Abonnenten

Die FAZ hat auch Angaben zum Geschäftsjahr 2019 und zu ihren Digital-Abonnenten gemacht. Die Zahl der Abonnenten ihres im Herbst 2018 gestarteten Produkts "F+" ist demnach im ersten Halbjahr 2020 um 78 Prozent auf 55.400 gestiegen. Mit "F+" erhält man Zugriff auf alle Inhalte der FAZ-Website, inklusive der Artikel hinter der Bezahlschranke, nicht aber auf die digitalen Ausgaben der Zeitung. Die Flatrate kostet regulär 2,95 Euro pro Woche, war in der heißen Corona-Phase aber zeitweise für ein Euro pro Woche zu haben. Die Zahl aller Digital-Abos will FAZ-Chef Lindner binnen fünf Jahren von 158.300 auf gut 300.000 erhöhen.

Im Geschäftsjahr 2019 hat die FAZ nach eigenen Angaben ein Ergebnis vor Steuern von minus 3,1 Millionen Euro gemacht (2018: -5,3 Mio. Euro). Das Betriebsergebnis habe das des Vorjahres wegen eines starken vierten Quartals deutlich übertroffen.

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