Waldspaziergang mit Attila Hildmann: Warum Stefan Niggemeier sich über den "Spiegel" ärgert

 

In seiner aktuellen Ausgabe hat der "Spiegel" den Vegan-Koch und Verschwörungstheoretiker Attila Hildmann auf zwei Seiten porträtiert. Medienkritiker Stefan Niggemeier wirft dem Magazin in einem Übermedien-Kommentar vor, Hildmann nur eine Bühne für dessen Selbstinszenierung bereitet zu haben.

Die "Spiegel"-Reporter Alexander Kühn und Jean-Pierre Ziegler waren mit dem Vegan-Koch und Verschwörungstheoretiker Attila Hildmann im Wald spazieren und haben darüber in der aktuellen Ausgabe 31/2020 auf zwei Seiten berichtet. Sie schildern darin Begebenheiten wie diese: "Auf dem Waldweg liegt ein Käfer auf dem Rücken, er schafft es nicht aus eigener Kraft auf die Füße. Hildmann dreht ihn um und setzt ihn an den Wegesrand. Kein Tier soll leiden, wenn es nach Hildmann geht, dem veganen Kochbuchautor und Unternehmer."

Soll man jemanden wie Hildmann überhaupt porträtieren und soll man es so tun wie die beiden "Spiegel"-Autoren? Bei Twitter gibt es mächtig Feuer gegen Kühn und Ziegler, und auch der Medienkritiker Stefan Niggemeier hat sich zu Wort gemeldet. In einem Kommentar für Übermedien wirft er dem Magazin vor, Hildmann eine aufmerksamkeitsstarke Bühne für dessen Selbstinszenierung bereitet zu haben: Die "Mini-Versuche"  der beiden "Spiegel"-Redakteure, Hildmann bloßzustellen, wirken auf Niggemeier "rührend hilflos": "Er sei 'nicht stringent, weder in seinen Argumenten noch in seinen Taten', formulieren sie und werfen ihm vor, dass er noch am Tag vor dem Treffen im Wald damit geprahlt habe, dass er dem 'Spiegel' kein Interview geben werde, obwohl der ihn 20-mal angerufen habe und das unbedingt wollte", schreibt der Medienkritker. Und weiter: "Vermutlich soll die Geschichte Hildmann klein wirken lassen. Klein wirkt stattdessen der 'Spiegel'."

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